Anwohner in Schalksmühle beklagen Unregelmäßigkeiten bei der Briefzustellung. Die Deutsche Post verweist auf ein ungewöhnlich hohes Sendungsaufkommen und den Einsatz neuer Mitarbeiter. Auch die geänderten gesetzlichen Zustellfristen spielen eine Rolle.

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"Ungewöhnlich hohes Briefaufkommen"

Tagelang keine Post im Briefkasten, dann möglicherweise mehrere Sendungen auf einmal: Über Unregelmäßigkeiten bei der Briefzustellung wird derzeit in Schalksmühle geklagt. In sozialen Netzwerken berichten Anwohner von entsprechenden Erfahrungen. LokalDirekt hat bei der Deutschen Post nachgefragt, ob es aktuell Probleme bei der Zustellung gibt.

Eine Sprecherin der regionalen Pressestelle erklärte auf Anfrage, dass es in der Woche vom 5. bis 11. Oktober ein ungewöhnlich hohes Aufkommen an Briefsendungen gegeben habe. Gleichzeitig seien neue Mitarbeiter im Einsatz gewesen. Diese Kombination könne zu Schwierigkeiten bei der Zustellung beigetragen haben.

Grundsätzlich laufe die Briefzustellung jedoch im gewohnten Rahmen. Eine darüber hinausgehende Störung bestätigte die Sprecherin nicht.

Deutsche Post nimmt Beschwerden ernst

Die Sprecherin erklärte, dass ihr zunächst keine konkreten Beschwerden aus Schalksmühle bekannt gewesen seien. Auf den Hinweis von LokalDirekt habe sie sich auch die entsprechenden Schilderungen in den sozialen Netzwerken angesehen.

Das Unternehmen nehme die Anliegen der Betroffenen ernst und bedaure die entstandenen Unannehmlichkeiten. Sollten sich bei der Überprüfung Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer Mitarbeiter zeigen, könnten gegebenenfalls weitere Schulungen erfolgen.

Briefe müssen nicht mehr am nächsten Tag ankommen

Unabhängig von der aktuellen Situation haben sich die Rahmenbedingungen für die Briefzustellung bundesweit verändert. Hintergrund sind unter anderem sinkende Briefmengen und die Reform des Postgesetzes.

Seit Anfang 2025 gelten längere gesetzliche Laufzeitvorgaben. Demnach müssen im bundesweiten Jahresdurchschnitt mindestens 95 Prozent der inländischen Briefe spätestens am dritten Werktag nach der Einlieferung zugestellt werden. Für mindestens 99 Prozent gilt eine Frist von vier Werktagen. Zuvor mussten 80 Prozent der Briefe bereits am nächsten und 95 Prozent am übernächsten Werktag zugestellt werden.

Die neuen Regelungen bedeuten allerdings nicht, dass jeder einzelne Brief garantiert innerhalb von vier Werktagen ankommen muss: Maßgeblich sind die bundesweiten Durchschnittswerte.

Auch die Organisation der Zustellung wurde an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Gewöhnliche Briefsendungen können gebündelt zugestellt werden. Deshalb muss nicht an jedem Werktag an jeder Adresse Briefpost ankommen.

Betroffene können sich direkt an die Post wenden

Wer wiederholt Schwierigkeiten bei der Briefzustellung feststellt oder auf eine konkrete Sendung wartet, kann sich unmittelbar an den Kundenservice der Deutschen Post wenden.

Nach Angaben der Pressesprecherin können Betroffene ihre Anliegen per Mail an [email protected] richten. Wichtig ist, dabei möglichst genaue Angaben zum betroffenen Zustellgebiet und zu den aufgetretenen Problemen zu machen.