Anlässlich des Safer Internet Day in der kommenden Woche warnt die Polizei eindringlich vor Betrugsmaschen im Bereich Online-Trading und Kryptowährungen. Unter dem Begriff „Cyber Trading Fraud“ fassen Ermittler eine wachsende Zahl von Fällen zusammen, bei denen Betrüger mit falschen Anlageversprechen und prominenten Werbegesichtern arbeiten.
Immer häufiger nutzen Täter manipulierte Anzeigen und Beiträge, in denen sie bekannten Persönlichkeiten wie Bundeskanzler Friedrich Merz, Fernsehmoderator Günther Jauch oder Politikerin Sahra Wagenknecht angebliche Empfehlungen für lukrative Finanzprodukte zuschreiben. Mithilfe Künstlicher Intelligenz wirken diese Fake-Inhalte zunehmend täuschend echt. Teilweise erscheinen die Inserate sogar in seriösen Medien und sind mit Logos bekannter Nachrichtensendungen wie der Tagesschau versehen.
Das Vorgehen der Betrüger folgt meist einem ähnlichen Muster: Nach einer vermeintlich kleinen Anfangsinvestition, häufig rund 300 Euro, zeigen manipulierte Plattformen innerhalb kurzer Zeit hohe Gewinne an. In der Folge drängen die Täter ihre Opfer zu weiteren Einzahlungen. Eine Auszahlung der angeblich erzielten Millionenbeträge erfolgt jedoch nie.
Um über diese Maschen aufzuklären, bietet die Kriminalprävention der Polizei von Montag, 9. Februar, bis Freitag, 13. Februar, eine kostenlose telefonische Beratung an. Interessierte können sich täglich von 13 bis 16 Uhr unter den Rufnummern 02372 9099-5512 und -5514 informieren und individuelle Fragen stellen. Der Schwerpunkt liegt auf Betrugsformen beim Online-Trading, insbesondere auf unseriösen Plattformen und falschen Anlageversprechen.
Ergänzend findet am Donnerstag, 12. Februar, um 18 Uhr ein kostenfreier Online-Vortrag zum Thema „Cyber Trading Fraud“ statt. Darin werden typische Vorgehensweisen der Täter erläutert, Hinweise zu Schutzmaßnahmen gegeben und über das richtige Verhalten im Betrugsfall informiert. Eine vorherige Anmeldung ist per E-Mail an [email protected] erforderlich.
Die Polizei empfiehlt allen Interessierten, vor allem Anlegern sowie Angehörigen, diese Angebote wahrzunehmen und sich frühzeitig über Risiken im digitalen Finanzhandel zu informieren.
Weiterführende Informationen zum Thema Anlagebetrug stellt das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen online unter https://lka.polizei.nrw/artikel/anlagebetrug-ein-andauerndes-phaenomen-mit-hohen-schadenssummen zur Verfügung.









