Ein Meinerzhagener ist am Wochenende Opfer von Online-Erpressung geworden. Die Polizei warnt davor, dass ähnliche Fälle beinahe täglich im Märkischen Kreis vorkommen.

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Im Internet verschickte der Mann intime Fotos von sich selbst. Kurz darauf wurde er mit den Fotos erpresst. Selbst nachdem er die geforderte Summe überwiesen hat, hörten die Forderungen nicht auf. Die Erpresser verlangten abermals Geld. Der Mann wendete sich an die Polizei und erstattete Anzeige.

Marcel Dilling, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, erklärt: "Fast täglich kommt es im Kreis zu sogenannter Sextortion, also der sexuellen Erpressung über das Internet, bei der Täter intime Fotos ihrer Opfer nutzen, um Geld oder andere Handlungen zu fordern."

Polizei gibt Tipps

Er rät, im Internet grundsätzlich skeptisch zu sein. Sein Tipp: "Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von Personen an, die Sie nicht persönlich kennen und Vorsicht bei Videochats: Lassen Sie sich niemals zu sexuellen Handlungen oder zum Entkleiden vor der Kamera überreden, auch wenn der Online-Flirt vertrauenswürdig erscheint." Zudem ruft er dazu auf, möglichst wenig Daten über das Internet weiterzugeben. Auch das Abdecken der Webcam kann, wenn sie nicht benötigt wird, eine gute Möglichkeit sein.

Sollte es dafür jedoch schon zu spät sein und die Erpressung bereits gestartet sein, empfiehlt der Polizeihauptkommissar, kein Geld zu überweisen, sondern direkt Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Oftmals wird – wie im aktuellen Fall – mehrfach Geld gefordert. "Blockieren Sie den Kontakt auf allen Kanälen, ohne auf die Drohungen einzugehen. Erstellen Sie Screenshots von den Nachrichten, dem Profil des Täters und den Kontodaten für die Geldüberweisung." Diese Daten geben der Polizei wertvolle Hinweise. Zudem sollte der Betreiber der Online-Plattform informiert werden, damit diese das Konto sperren können.