Wie können Mittelstand und Landwirtschaft ihre Betriebe zukunftsfähig aufstellen – und welche politischen Rahmenbedingungen brauchen sie dafür? Um diese Fragen ging es am Donnerstag, 20. August, beim Besuch des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, Thorsten Schick, und der Bundestagsabgeordneten Tijen Ataoğlu (CDU) beim Unternehmen Baumeister Frischei.
Neue Energieversorgung im Fokus
Die beiden Politiker kamen im Rahmen ihrer politischen Sommertour in die Hansestadt. Gemeinsam mit Mitgliedern der CDU Breckerfeld informierten sie im Gespräch mit den Geschäftsführern Udo Baumeister und Stephan Werthmann über den Betrieb und dessen aktuellen Entwicklungen.
Besonders im Mittelpunkt stand dabei die Baustelle für eine neue Energieversorgung. Eine Hackschnitzelanlage mit einer Wärmeleistung von 840 Kilowatt soll bei Baumeister künftig das bislang eingesetzte fossile Erdgas vollständig ersetzen. Die Anlage nutzt dafür nachwachsende Roh- und Reststoffe.
Photovoltaik auf neuer Überdachung
Auch bei der Stromversorgung setzt das Unternehmen auf erneuerbare Energie. Auf der neuen hölzernen Überdachung eines Fahrsilos entsteht eine Photovoltaikanlage mit rund 2250 Quadratmetern Solarfläche und einer Leistung von 559 Kilowattpeak. Sie soll jährlich rund 450.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht rechnerisch dem Jahresverbrauch von mehr als 100 durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalten.
„Wir wollen unsere Energieversorgung Schritt für Schritt unabhängiger und nachhaltiger aufstellen“, erläuterte Baumeister den CDU-Politikern beim Rundgang. Neben der neuen Hackschnitzelanlage und der Photovoltaikanlage gehört auch das bereits vorhandene Windrad zum Energiekonzept des Unternehmens.
Weniger Bürokratie, bessere Förderung
Im Gespräch mit Thorsten Schick und Tijen Ataoğlu ging es außerdem um die Rahmenbedingungen für Investitionen in Mittelstand und Landwirtschaft. Thematisiert wurden insbesondere praxisgerechte Fördermöglichkeiten für betriebliche Zukunftsinvestitionen, beispielsweise für eine Wasseraufbereitungsanlage zur nachhaltigen Schonung der Ressource Wasser, verlässliche politische Rahmenbedingungen sowie der Abbau bürokratischer Hürden: „Gerade bei solchen Zukunftsinvestitionen brauchen Unternehmen verlässliche Fördermöglichkeiten und schnelle Entscheidungen“, machten Baumeister und Werthmann deutlich.










