Ratlos mag manch ein Fahrer auf die Plakate des Lüdenscheider Brückenbauer-Büros geblickt haben, die seit Ende Juni an vielen Laternenmasten im Stadtgebiet hängen. Die meisten der fünfzehn Exemplare sollen in „Autobahn-Blau“, bedruckt mit einem Ausfahrtsschild und zwei Gesichtern, den Transitverkehr aus Kierspe umleiten. „Nutzt die Umleitung über die A1 (Köln) und die A44 (Kassel) und umfahrt uns weiträumig“, erklärte Oliver Busch (SPD) gegenüber LokalDirekt die Botschaft dahinter.
Im Oktober wurden die Hinweise für den Transitverkehr in Lüdenscheid entlang der Bedarfsumleitung aufgehängt.
In Garage gelagert: Vorgesorgt für Durchfahrtsverbot
„30 Stück hatte das Brückenbauer-Büro insgesamt“, verriet Busch. „Wir wollten auch welche haben, seitdem das Durchfahrtsverbot für den Transitverkehr in Lüdenscheid im Raum stand. Also haben wir uns letztes Jahr im Sommer Exemplare besorgt und sie für den Fall der Fälle in der Garage gelagert.“
Nach einem Monat Durchfahrtsverbot holte Busch die Plakate aus seinem Lager und präsentierte sie in der Ratssitzung am 20. Juni. Unter dem neuen Dauer-Top-Thema „Aktuelle Verkehrssituation in Kierspe“ (wir berichteten) beschloss der Rat kurzfristig per Antrag einstimmig, dass die Verwaltung die Plakate im Kiersper Stadtgebiet gut sichtbar anbringen soll.
Keine Partei-Politik
„Wir wollten wenigstens irgendetwas gegen die Verkehrsbelastung tun, denn wir sind bei einem konkreten Durchfahrtsverbot an den Kreis gebunden. Die Plakate konnten wir sofort aufhängen.“ Aber nicht als Partei – diese Vorgabe galt es zu beachten, da das Verkehrsministerium die Kampagne finanziert hat. Daher ist es nur ein freiwilliger Aufruf, Alternativrouten zu nutzen.









