Durch das Klimaschutzkonzept, das 2020 verabschiedet wurde, wurde eine Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutz- und Klimaanpassungsaktivitäten in Herscheid geschaffen. Anfang Februar 2023 wurde ein weiteres wichtiges Zeichen in Sachen Klimaschutz gesetzt, denn am 6. Februar beauftragte der Planungs- und Bauausschuss die Firma Heinrich aus Halver damit, die Photovoltaikanlage auf dem Bildungszentrum zu installieren.
Am vergangenen Wochenende konnte dieses Vorhaben nun in die Realität umgesetzt werden. Trotz Regen, Sturm und kalter Temperaturen sorgten die Mitarbeiter der beauftragten Firma dafür, dass in Zukunft der Strom, der im Bildungszentrum verbraucht wird, durch Sonnenenergie erzeugt wird. Die Photovoltaikanlage hat eine Leistung von 30 kWp (80 Module) und eine Speicherkapazität von etwa 60 kWh aus drei Lithium Hochvolt-Batterien.
80 Prozent des Ertrags solllen selbst genutzt werden
„Der Ertrag soll zu mindestens 80 Prozent selbst genutzt werden, also im Bildungszentrum verbraucht werden, und nur ein geringer Teil in das Stromnetz eingespeist werden“, erklärt Bauamtsmitarbeiter Jens Hasek. Allerdings ist die Anlage zurzeit noch nicht elektrisch angeschlossen, da einzelne Elemente noch geliefert wurden. Hasek rechnet mit einem Anschluss im Mai/ Juni.
Die Energie der Sonne nutzen, eigenständig günstigen Ökostrom erzeugen und damit die Energiewende aktiv vorantreiben – mit dieser Intention hat die Gemeinde Herscheid Ende des Jahres 2021 bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach errichten lassen.
Gutes Beispiel für alle Bürger
Klimaschutzmanager Simon Mai erklärt zum Thema Photovoltaik: „Die klimatischen Ereignisse der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass auch die Gemeinde Herscheid von den Auswirkungen des Klimawandels nicht verschont bleibt, und auch die derzeit stark steigenden Energiepreise verdeutlichen, dass ein dringender Handlungsbedarf besteht.“
Um das Ziel einer klimaneutralen Gesellschaft zu erreichen, sei ein zügiger Ausbau der erneuerbaren Energien unumgänglich. Neben der Windenergie sei vor allem auch der Ausbau der Solarenergie ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Energiewende. „Die Gemeinde Herscheid ist sich dessen bewusst und errichtet deshalb aktuell diese Anlagen auf kommunalen Gebäuden. Es ist wünschenswert, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger diesem Beispiel folgen und auch auf ihrem Privathaus die Installation einer solche Anlage in Erwägung ziehen, denn eine erfolgreiche Energiewende kann nur gelingen, wenn sich Politik, Verwaltung und Bürgerschaft den Herausforderungen des Klimawandels gemeinsam stellen“, erklärt Mai.
Fragen zum Thema Klimaschutz beantwortet Simon Mai: Tel. 02357/9093-28, E-Mail [email protected].










