Zum 29. Januar gelten zahlreiche Fahrplanänderungen auf den Linien der MVG. Einerseits sollen Linienwege und Fahrzeiten dem geänderten Bedarf zum neuen Schulhalbjahr angepasst werden. Wesentlich umfangreicher sind laut Mitteilung der MVG jedoch die Änderungen des Sonderfahrplans auf vielen Linien im Märkischen Kreis zur Stabilisierung des gesamten Fahrplanangebotes.
Hintergrund der „für die MVG-Kundschaft und die Belegschaft unerfreulichen Fahrtenausfälle“ sei der in der ÖPNV-Branche bekannte Mangel an Fahrpersonal. Trotz deutlich erweiterter Ausbildung in der MVG-eigenen Fahrschule sei der Personalbedarf weiterhin hoch. „Erst Corona, dann die Auswirkungen der A45-Sperrung: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fahrdienst schieben reichlich Überstunden vor sich her. Doch nun sind die Grenzen der Belastbarkeit der MVG- Belegschaft und die der Auftragnehmer überschritten“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Zahlreichen Verkehrsunternehmen, ganz gleich ob Bus oder Bahn, gehe es ähnlich. Auch sie begegneten der Personalsituation im Fahrdienst mit dem gleichen Ansatz wie jetzt die MVG: Wiederherstellen von verlässlichen Busfahrplänen durch Rücknahme von Angebotsleistungen. Dies sei höher anzusetzen, als ein zwar veröffentlichtes, aber schwankend einzuhaltendes Fahrplanversprechen, so die MVG.
Die Auswahl der Angebotskürzungen des Sonderfahrplans ab 29. Januar erfolge möglichst umsichtig. Priorität dabei sei, dass es keine Eingriffe in den Schülerverkehr gebe. Im Wesentlichen handele es sich um die Ausdünnung sich überlagernder Linien im Regional- und Stadtverkehr, Abbau von Parallelverkehren bei Bus und Bahn und Angebotsreduzierungen aufgrund schwacher Nachfrage. Zudem gebe es Anpassungen zur Sicherstellung eines guten Grundangebotes.
Da der Sonderfahrplan in vielen Fällen auch die bisherigen Zeiten und Takte der jeweiligen Linien verändere, verweist die MVG ihre Fahrgäste auf die Internetseite der MVG: www.mvg- aktuell.de








