Um 17.56 Uhr brannte es in einer Baracke neben dem Gebäude. Untergebracht sind dort ein Ofen, der offenbar in Betrieb war, sowie Matratzen. Bei dem Feuer ist eine Person verletzt worden. Der Brand selbst war schnell mit einem C-Rohr gelöscht. Nicht einmal eine Stunde nach dem Abrücken der Einsatzkräfte mussten sie erneut zum Römerweg ausrücken. Diesmal brannte es in der Küche im Untergeschoss des Zweifamilienhauses. Dieser Einsatz wurde wesentlich umfangreicher: Da der Brandrauch bis ins Obergeschoß gezogen war und noch Personen vermisst wurden, wurden diesmal wesentlich mehr Einsatzkräfte alarmiert.

Insgesamt war die Feuerwehr mit rund 60 Kräften des Löschzugs Frielingsdorf / Scheel sowie der Löschgruppe Remshagen ausgerückt. Aus Marienheide wurde der Teleskopmast entsandt. Auch aufgrund der weiteren drei Verletzten, darunter einem Feuerwehrmann, hatte auch der Rettungsdienst alle Hände voll zu tun: „In der Spitze waren vier Rettungswagen an der Einsatzstelle, dazu der leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes“, berichtet Hans-Peter Scheurer, Pressesprecher der Feuerwehr. Ehrenamtliche vom Deutschen Roten Kreuz kümmerten sich um die Versorgung der Einsatzkräfte. Vor allem Kaltgetränke wurden angesichts der schweißtreibenden Temperaturen dringend benötigt.
Auch beim zweiten Einsatz hatte die Feuerwehr die Lage schnell unter Kontrolle. Der in der Küche ausgebrochene Brand konnte durch einen Trupp unter schwerem Atemschutz mit einem C-Rohr schnell gelöscht werden. Die beiden Personen, die hinterher verletzt ins Krankenhaus kamen, hatten das Haus bereits verlassen, als die ersten Rettungskräfte eintrafen. Mit Steckleitern wurde allerdings eine weitere Person aus dem Obergeschoss gerettet.

Der Sachschaden ist dennoch erheblich und das Haus vorläufig unbewohnbar. Techniker des Energieversorgers haben die Stromversorgung abgeklemmt. Dass das Gebäude schon vorher verwahrlost war, machte die Situation nicht einfacher. Aus diesem Grunde waren auch neben zahlreichen Polizeibeamten zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor Ort.
Unklar ist, ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Bränden gibt. Eigentlich waren die Einsatzlagen unterschiedlich, doch der geringe zeitliche Abstand wirft Fragen auf. Denen werden nun Brandermittler der Polizei nachgehen. Untergebracht sind im oberen Geschoss drei Personen, die ihren festen Wohnsitz verloren hatten. Im Untergeschoss lebte ein Flüchtling.









