Am Donnerstag, 5. März, wird die Neuinszenierung „Herr Teufel Faust“, die auf „Faust I“ von Johann Wolfgang von Goethe basiert, durch die Produktion vom „Euro-Studio Landgraf“ unter der Regie von Torsten Fischer mit Dominique Horwitz in der Besetzung um 19.30 Uhr im Lüdenscheider Kulturhaus aufgeführt.

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Die Inszenierung fragt, ob Faust heute glücklicher wäre – oder lediglich schneller scheitern würde. Sie zeigt eine Tragödie, die weniger individuelles Versagen als vielmehr eine Diagnose unserer Zeit darstellt: Technischer Fortschritt ersetzt keine innere Entwicklung.

In der verdichteten Fassung von Torsten Fischer stellt sich Dominique Horwitz diesen Fragen mit existenzieller Intensität. Mit kritischer Schärfe und leiser Ironie tastet er sich, laut Ankündigung, durch die Gelehrtentragödie – und zugleich durch die eigene Biografie. Zwischen Erwartungsdruck und Eigensinn, Vernunft und Revolte soll ein Abend entstehen, der nicht beruhigt, sondern aufrüttelt.

Denn Faust erzähle von der Begegnung des Menschen mit seiner Vergänglichkeit – und mit seiner Verantwortung. Es sei eine Tragödie, die uns zwinge, hinzusehen: auf das, was wir geworden seien. Und auf das, was wir vielleicht nie zu werden gewagt hätten.

Für die Neuinszenierung sind noch Karten ab 13 Euro zuzüglich Gebühren erhältlich. Tickets gibt es an der Theaterkasse (Telefon 0 23 51 / 17 12 99), im Webshop des Kulturhauses sowie – je nach Verfügbarkeit – an der Abendkasse, wo ein erhöhter Eintrittspreis gilt. Zusätzlich sind Karten im Klein Oho im Stern-Center Lüdenscheid erhältlich.