Mit den ersten warmen Tagen hat auch die Eissaison begonnen. Steigende Temperaturen und mehr Sonnenschein locken die Menschen zurück in die Eisdielen — und die setzen neben bewährten Klassikern auch auf neue Kreationen.

Klassiker bleiben gefragt

Auch wenn sich das Angebot stetig weiterentwickelt, bleiben traditionelle Sorten weiterhin die Favoriten. Vor allem Vanille und Schokolade zählen zu den meistverkauften Geschmacksrichtungen, zumal sie häufig auch als Basis für beliebte Eisbecher wie das ‚Spaghettieis‘ dienen.

„Die Klassiker gehen eigentlich immer“, heißt es aus den Eisdielen, die LokalDirekt in der vergangenen Woche in Lüdenscheid, Halver, Schalksmühle und Breckerfeld besucht hat.

Neue Sorten und kreative Ideen

Neben den Dauerbrennern sorgen neue Kombinationen für Abwechslung. In Schalksmühle zum Beispiel wird aktuell eine besondere Kreation angeboten — entstanden aus einer regionalen Kooperation: Hausgemachtes Karamelleis aus der Volmestadt mit Nuss-Butterkeksen aus Lüdenscheid.

Eisdielenbetreiberin Pamela Commodaro setzt zudem auf zusätzliche Angebote: „Auch in diesem Jahr gibt es wieder unser Hunde-Eis für die vierbeinigen Gäste.“ Darüber hinaus sollen erfolgreiche Trends aus dem Vorjahr zurückkehren. „Das Dubai-Eis wird im Laufe der Saison wieder ins Sortiment aufgenommen“, kündigt sie an.

Zwei kleine Hunde teilen sich ein Vanilleeis, das von einer Hand gehalten wird. Der eine Hund leckt an dem Eis, während der andere gespannt zusieht.
Auch für Vierbeiner gibt´s in der Region ein Eisangebot.
Foto: Symbolbild | Envato Elements

Eisgenuss auch Preisgenuss?

Sobald die Eissaison startet, kommt stets auch die Frage nach dem „Kugelpreis“ auf — oder besser: ob dieser erneut gestiegen sei. Der Eispreis werde jedoch nicht willkürlich bestimmt, betont etwa der Verein ‚Union der italienischen Speiseeishersteller‘: „Er errechnet sich aus den Betriebskosten, die zu Beginn der Saison kalkuliert werden. Eine Kugel in einer Eisdiele mit großer Terrasse und viel Personal im Zentrum von München kostet sicherlich mehr als eine Kugel in einer Eisdiele auf dem Land. Außerdem beeinflussen Grundkosten wie Miete, Personal, Versicherungen und Strom sehr stark den Preis.“ Drastische Preissteigerungen bei Milch, Zucker, Sahne und Kakao, höhere Energie- und Mietkosten und nicht zuletzt gestiegene Mindestlöhne für Eisdielen-Bedienungen hätten in den vergangenen Jahren deutlich Einfluss auf die Kalkulation gehabt.

In Großstädten wie Köln, Düsseldorf oder München liegen die Preise mittlerweile teils über zwei Euro pro Kugel, in Urlaubregionen wie Sylt sogar bei drei Euro pro Bällchen. Beim LokalDirekt-Eisdielen-Check in Lüdenscheid, Schalksmühle, Halver und Breckerfeld kostet derzeit eine Kugel zwischen 1,60 und 1,80 Euro — und ist damit also noch vergleichsweise günstig.

25 Bällchen pro Jahr

Etwa knapp acht Liter Eis hat sich der „Durchschnittsdeutsche“ im Jahr 2024 nach Angaben des BDSI (Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie) gegönnt — inklusive industriell hergestelltem Eis (6,5 Liter), Eisdielen-Eis und Soft-Eis (zusammen 1,5 Liter).

Umgerechnet in Kugeln bedeutet das: Ausgehend von einer Portion zwischen 0,06 und 0,09 Litern entspricht dies etwa 16 bis 25 Eisbällchen pro Jahr und Person. Zumindest theoretisch müssten Liebhaber der kühlen Süßigkeit in Lüdenscheid, Halver, Schalksmühle und Breckerfeld in dieser Saison demnach mit Ausgaben zwischen rund 26 und 41 Euro rechnen.

Den Andrang in den Eisdielen dürfte dies nicht bremsen — nicht zuletzt dank der Mischung aus bewährten Klassikern und neuen, kreativen Sorten.