Nach mehr als zweijähriger Bauzeit konnte die Löschgruppe Rärin ihr neues Feuerwehrgerätehaus beziehen. Nach dem offiziellen Festakt am Freitag wurde das neue Gebäude am Sonntag den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Die Gäste kamen in Scharen nach Rärin und rund um das neue Feuerwehrhaus wurde ein wahres Volksfest gefeiert. Zur Feier waren auch zahlreiche Feuerwehrleute aus benachbarten Städten und Gemeinden gekommen. Helfer des DRK Herscheid standen bereit, um Hilf zu leisten, wenn es nötig würde.
„Unser Bergfest konnten wir für dieses Jahr noch nicht wieder planen, weil die bauliche Situation nicht vorhersehbar war“, erklärten Löschgruppenleiter Thomas Felske und sein Stellvertreter Helmut Bartsch im Gespräch mit LokalDirekt. Aber das Fest zum Tag der offenen Tore war mehr als nur ein Ersatz für die traditionelle Veranstaltung.
Zum Auftakt hatte die Bläsergruppe des Hegerings in die Hörner gestoßen. Für die weitere musikalische Unterhaltung sorgte die Egerlandbesetzung des Musikvereins Lichtringhausen. Während sich die Großen die neuen Räume der Feuerwehr anschauten, konnten die Kleinen sich auf der Hüpfburg austoben und einen Bobbycar-Parcours durchlaufen.
Die Firma Kuhbier Brandschutz aus Herscheid zeigte eindrucksvoll die Auswirkungen einer Fettexplosion und der Explosion einer Spraydose. Unterstützt von Feuerwehrleuten des Löschzugs Eveking demonstrierte die Löschgruppe Rärin einen Löscheinsatz. Auf einer Wiese neben dem Feuerwehrhaus waren eine ganze Reihe moderner und historischer Feuerwehrfahrzeuge aufgefahren.

Ausreichend Platz und zeitgemäße Ausstattung
Das neue Gerätehaus bietet in der großen Fahrzeughalle ausreichend Platz für die Einsatzfahrzeuge. An die Fahrzeughalle grenzen ein Technikraum, ein Lagerraum und eine Werkstatt an. Hinter der Fahrzeughalle schließen sich die Sozialräume mit einer Küche und einem Schulungsraum, die Umkleiden und Sanitäranlagen sowie Büroräume an.
Durch den Verzicht auf optischen Schnickschnack wurden die Baukosten im Rahmen gehalten, betragen dennoch beachtliche 1,9 Millionen Euro. 250.000 Euro Zuschuss bekam die Gemeinde aus einem Förderprogramm des Landes NRW.

Im Herbst soll es losgehen mit dem Abriss des alten Gerätehauses. An dessen Stelle sollen Stellplätze und Versorgungsstationen für Wohnmobile sowie Wasserspender für Hundebesitzer eingerichtet werden.
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