Das marode Dach des Hammerwerks im Schleipetal hatte eine Rundum-Sanierung nötig: etwa einen neuen Belag, neue Glasscheiben sowie einen Ersatz für Rinnen und Fallrohre. Karl Peter Brendel von der NRW-Stiftung überreichte dafür am Mittwoch, 23. August, den Bewilligungsbescheid an die Vorsitzende des Heimatvereins Silvia Baukloh.
„Der Schleiper Hammer ist eine Attraktion für Kierspe und erfährt von der Stadt eine hohe Unterstützung“, betonte sie nach der Übergabe. Die Arbeiten am Dach stehen allerdings schon kurz vor dem Abschluss. Als „fast fertig“ beschrieb auch Dachdeckermeister Michael Wegner die Baustelle.

Über Summe und Baufortschritt freuten sich auch weitere Vertreter des Heimatvereins und der Stadt Kierspe: Das Schleipe-Team war überwiegend an seinen schwarzen Vereins-Poloshirts zu erkennen: Karl Heinz Kraus, Holger Adorf, Roland Hedderich, Manfred Völker, Manfred Wüstermann, Adrian Nowak, Herribert Berauschek und Manuel Jhuj. In Doppelfunktion für Verein und die Stadt Kierspe war Katalin Kleinhofer (Schriftführerin im Heimatverein und Untere Denkmalbehörde Stadt Kierspe) gekommen.
Kierspe ohne Schleiper Hammer nicht vorstellbar
Als Unterstützerin des Schleiper Hammers und zweite stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Kierspe zeigte sich Monika Baukloh dankbar über die Förderung.
Sie zählte zahlreiche Veranstaltungen auf, die im Schleiper Hammer angeboten werden, wie den Adventsbasar, Schulunterricht in Sachkunde und verschiedene Feiertags-Veranstaltungen. Ihre Bilanz: „Wenn ich mir vorstelle, Kierspe hätte den Schleiper Hammer nicht, wäre einiges nicht mehr möglich.“

Ehrenamt und Nachhaltigkeit ausschlaggebend
Das Team rund um das Hammerwerk sei eine „tolle Truppe“ waren sich alle Beteiligten einig – ein ausschlaggebendes Kriterium für die Fördervergabe, denn nur Projekte mit ehrenamtlichen Engagement dürfen eine Förderung erhalten. Zwei Bereiche unterstützt die Stiftung – in beide Förderspektren fällt der Schleiper Hammer: „Heimat und Kultur: Gebäude und technische Denkmäler“ sowie „Natur“.
Es ist nicht die erste Förderung, die das Hammerwerk durch die NRW Stiftung erhält. Bereits 1992 hat der Verein eine Finanzspritze von 51.000 Euro bekommen. 1989 hat der Heimatverein das Hammerwerk gekauft, 1994 wurde es als Eigentum des Vereins eröffnet. „Daran sieht man, dass wir als Stiftung von Bedarf und Entwicklung überzeugt sind“, so Brendel.
Die Stiftung erhält ihre Mittel aus dem Landeshaushalt, Einnahmen aus West-Lotto-Erträgen und Abführungen des Fördervereins. Seit 2004 ist die Stadt Kierspe Mitglied der Stiftung.
Tag des offenen Denkmals
Frisch bedeckt ist der Schleiper Hammer vorbereitet für die nächste große Veranstaltung: Am Sonntag, 10. September, können Besucher zwischen 11 und 17 Uhr anlässlich des „Tags des offenen Denkmals“ das Hammerwerk besichtigen – ebenso zur gleichen Zeit das Bakelitmuseum.
Fotogalerie: Neues Dach auf dem Schleiper Hammer




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