Ortsheimatpfleger Ulrich Finke war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Als der Heimatverein im vergangenen Jahr dringend einen Zuschuss für das marode Dach des Schleiper Hammers benötigt hat, begegnete ihm der entscheidende Kontakt für eine Förderung: Im Dezember traf Finke Mona Wehling von der NRW-Stiftung auf einer LEADER-Veranstaltung in Münster. „Ich kam mit Frau Wehling ins Gespräch: Es stellte sich heraus, dass sie immer noch einen Eierbecher aus unserer Bakelite-Abteilung besitzt. Außerdem zeigte sie sich beeindruckt darüber, dass zwei der jüngsten Mitglieder im Schleiper Hammer erst Mitte zwanzig sind“, erinnerte sich Finke gegenüber LokalDirekt.
Die beiden kamen ins Plaudern. „Ich erzählte ihr davon, dass die Dachpappe des Schleiper Hammers durch Hitze heruntergerutscht war und sie gab mir den Rat, sich bei der NRW-Stiftung auf Förderung für die Instandsetzung zu bewerben“.
Einen Anteil der Sanierungskosten habe der Heimatverein bereits aus eigener Tasche bezahlt und das Dach notdürftig repariert. „Das war aber keine dauerhafte Lösung“, so Finke. Anfang des Jahres stellte Holger Adolf, erster stellvertretender Vorsitzender des Vereins, den Antrag – mit Erfolg: Ein halbes Jahr später wurde pro Schleiper Hammer entschieden. Damit fördert die NRW-Stiftung die Sanierung mit bis zu 52.000 Euro. Somit kann das Dach schließlich neu abgedichtet und eingedeckt werden. Das beschloss der Stiftungsvorstand am 16. Juni.

„Es ist dem herausragenden ehrenamtlichen Engagement der Vereinsmitglieder zu verdanken, dass der Schleiper Hammer als für die Region bedeutsames Denkmal erhalten geblieben und nach wie vor in seiner ursprünglichen Funktion erlebt werden kann“, erläutert Eckhard Uhlenberg die Förderentscheidung laut Stiftungsmitteilung. Was an Kosten über den Betrag hinaus geht, muss der Verein erneut selbst stemmen.
Mit Hilfe der NRW-Stiftung konnte bereits 1992 das Technikmuseum im Schleiper Hammer eingerichtet werden.
Die Stiftung unterstützt nach eigenen Angaben jährlich bis zu 120 Projekte. Das Geld dafür erhalte sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden.










