„Durch die Beschädigung ist eine Faulstelle entstanden, die dem Baum weiter zusetzt“, erklärt Juliana Werthmann vom Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid. Durch die Ausbreitung der Fäule entwickeln sich über die Zeit Stellen, an denen der Baum instabil werden und abbrechen kann. Deshalb müsse der Baum wohl oder übel durch einen neuen ersetzt werden.
Zusätzlich kommt mit Blick auf das künftige Wachstum das Baums noch ein weiteres Problem hinzu. „Wir haben mit dem Feldahorn extra eine Baumart ausgesucht, die schön schlank nach oben wächst“, sagt Stefan Tackmann vom Fachdienst Klima- und Umweltschutz, Grünflächenplanung mit Verweis auf den Standort direkt an der Straße und den Parkplätzen. Durch die Beschädigung der Baumkrone würde der Baum nun aber deutlich stärker in die Breite wachsen.
Für die Neupflanzungen waren Ende des vergangenen Jahres drei kleine Baumscheiben zu zwei größeren Flächen entlang des Parkstreifens an der Corneliusstraße umgebaut worden. Insgesamt haben die neuen, größeren Pflanzbereiche und die beiden Bäume rund 6000 Euro gekostet. Den beschädigten Baum zu ersetzen, wird noch einmal Kosten in Höhe von etwa 1000 Euro verursachen.
Für das mutwillige Zerstören von Bäumen haben die beiden Mitarbeitenden der Stadt Lüdenscheid kein Verständnis. Zumal diese Form der Sachbeschädigung nicht zum ersten Mal vorkommt. So sei es beispielsweise auch im Stadtpark schon zur Beschädigung mehrerer junger Birken gekommen.
Für die Corneliusstraße plant die Stadt noch einmal einen neuen Versuch, dem Wunsch vieler Bürger nach mehr Bäumen im Stadtbild nachzukommen. Voraussichtlich im Herbst soll der kaputte Baum gegen einen neuen ersetzt werden – in der Hoffnung, dass dieser Baum dann unbeschadet in die Höhe wachsen kann.










