Zehn Tage nach dem spektakulären Unfall in Lüdenscheid gab die Polizei auf Nachfrage weitere Details zum Stand der Ermittlungen bekannt. Am Samstag (18. Februar) waren die beiden Insassen eines Audi A6 nach einem Überschlag auf der Werkshagener Straße kurzerhand von der Unfallstelle abgehauen. Doch sie kamen nicht weit, denn die Flucht endete genauso filmreif, wie sie begann. Eine Nahbereichsfahndung war erfolgreich, die beiden Männer konnten von den erfolgreichen Beamten noch in der Nähe des Einsatzortes aufgespürt werden. Die Fahrt in dem schnellen Kombi endete in Handschellen. So wie das Unfallwrack aussah, hätte es für die beiden aus Siegen stammenden Männer weitaus schlimmer kommen können. Allerdings stellte sich die Frage, warum die beiden geflüchtet waren.
Inzwischen ist die Polizei mit ihren Ermittlungen deutlich weiter, wenngleich sich Sprecher Marcel Dilling nicht in alle Karten schauen lassen möchte. Fest steht aber: Erste Verdachtsmomente haben sich erhärtet, Indizien bestätigt: „Bei dem Auto handelt es sich tatsächlich um einen Mietwagen“, erklärt der Polizeihauptkommissar. Wie die beiden an diesen gekommen sind, möchte der Pressesprecher derzeit noch nicht preisgeben. Die Frage stellt sich allerdings, denn keiner der beiden Männer verfügt über eine gültige Fahrerlaubnis. Der Sachschaden ist enorm. Der Audi A6 Avant ist komplett zerstört, wurde noch nicht einmal ein halbes Jahr alt. Es ist nicht leicht den Schaden zu beziffern. Der Listenpreis dieses Autos beginnt bei rund 53.000 Euro.
Für die Polizei handelt es sich noch immer um ein Verkehrsdelikt. Derzeit werden die beiden Insassen, von denen die Polizei zumindest noch nicht erklärte, wer denn nun der Fahrer gewesen war, nicht mit anderen Delikten in Verbindung gebracht. Der zerstörte Audi wurde aber vorsichtshalber akribisch auf Spuren untersucht. Bis die ausgewertet werden, wird allerdings noch Zeit vergehen: „Auch die Ergebnisse der entnommenen Blutprobe werden erfahrungsgemäß erst in einigen Wochen zu erwarten sein“, so der Polizeisprecher. Denn: Alkohol könnte nach ersten Erkenntnissen eine nicht unerhebliche Rolle spielen.
Obgleich beide Männer, gegen die ermittelt wird, in Siegen wohnhaft sind, wird das Verfahren aber weiter bei der hiesigen Polizei geführt.









