Die Kluse hat einen neuen Anlaufpunkt für junge Menschen: die „Mobile Kluse“., befindet sich im Haus der Familienbildungsstätte der Arbeiterwohlfahrt am Christine-Schnur-Weg und ist seit Freitag, 14. August, am Start. Motor ist Jens Herrmann.
Der 24-Jährige ist der Nachfolger von Michelle Delchmann. Er steckt voller Tatendrang. Als Streetworker will er in der Kluse die Wünsche und Sorgen junger Menschen aufnehmen und dabei das bestehende Netzwerk nutzen, zu dem Schulen, offene Ganztagsangebote für Kinder und mehr gehören.
Noch steht Jens Herrmann am Beginn seiner Arbeit. Ein fertiges Konzept hat er nicht. „Ich will auf die Wünsche der Kinder und Jugendlichen eingehen. Das wird sich entwickeln“, sagt er. Dabei kann der 24-Jährige auf einige Jahre Erfahrung zurückgreifen. Seit 2019 war er als Ehrenamtlicher bei AWO-Feriencamps und im AWO-Jugendtreff „Knast“ am Buckesfeld aktiv.
Schwerpunkt aufsuchende Jugendarbeit
Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit wird er auf die Aufsuchende Jugendarbeit legen. „Mir ist es wichtig, Jugendlichen auch außerhalb fester Räume direkt in ihrer Lebenswelt zu begegnen, Vertrauen aufzubauen und als Ansprechpartner präsent zu sein“, sagt Jens Herrmann.
„Dass ich nun als fester Bestandteil des Teams voll einsteigen und die Zukunft des Treffs aktiv mitgestalten kann, freut mich sehr.“ Susanne Jakoby, Bereichsleiterin Bildung, Beruf und Integration bei der AWO, und Teamleiterin Melanie Arndt bauen auf das Engagement von Jens Herrmann, der im Juli seine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger abgeschlossen hat und zuvor bei der Lebenshilfe tätig war.
Wunschwolke im Eingangsbereich
Susanne Jakoby ist froh, dass die „Mobile Kluse“ den Raum in der Familienbildungsstätte nutzen kann. Zusammen mit Vertretern der Stadt Lüdenscheid seien viele Räumlichkeiten in Augenschein genommen worden. Letztlich sei die Entscheidung für die Anbindung der „Mobilen Kluse“ an die Familienbildungsstätte gefallen. Der große Raum wurde mit Unterstützung einer Spende der Bürgerstiftung der Sparkasse eingerichtet. Langzeitarbeitslose, die bei der AWO eine Arbeitsgelegenheit gefunden haben, griffen zu Farbeimer und Pinsel. Sie bauten auch den Thekenbereich aus.
Gleich im Eingangsbereich der „Mobilen Kluse“ am Christine-Schnur-Weg steht ein großes Flipchart mit einer großen Wunschwolke. Hier können die jungen Besucher ihre Wünsche notieren. Noch ist sie leer. Jens Herrmann hofft, dass sie sich nach und nach füllt.








