Die Magicon war der für das Publikum geöffnete Höhepunkt des Zauberer-Kongresses in der Bergstadt. Dazu hatten die Organisatoren Nino Arra aus Neuenrade und der Lüdenscheider Hans Liszon die Magier-Kolleginnen und -Kollegen eingeladen – eine Premiere für das Kulturhaus.
13 Künstler und Zauberer verschiedenster Stilrichtungen waren ihrem Ruf gefolgt. Sie trafen sich zu ihrem Kongress mit Vorträgen, Seminaren und einer Messe von Zauberutensilien im Kulturtempel. Am Samstagvormittag und am Sonntag, 27. August, waren die Teilnehmenden unter sich. Sie tauschten sich aus, pflegten bestehende Kontakte, boten ihre Zaubertricks und die dazugehörigen Utensilien an – vom Kartenspiel über Fachbücher bis hin zu Großillusionen. Vertreten waren dort Hakan Varol (DE), Kaktus FX (DE), Stefan Pütz (DE), Creepy Decorations (DE), Paralabs (DE), Magicworkshop (DE), Brevismagic (NL), Dieweltderillusionen (DE), Jex Pictures (DE) und Wunderwinkel (DE). Die angebotenen Seminare waren durchweg gut besucht – großen Zuspruch hatte vor allem der Vortrag von Jan Forster.
Ex-Weltmeister in Lüdenscheid
Beim Gala-Abend zeigten die Magier, der Bauchredner, die Lichtkünstlerin, der Artist, die Manipulatorin sowie die Großillusionisten ihr Können. Gekonnt moderiert von Toby Rudolph und Nico Nimz erlebten die staunenden Zuschauer ein vierstündiges, atemberaubendes Programm, das es im Kulturhaus noch nicht gegeben hatte.
Das „Küken“ der Veranstaltung war der elfjährige Aryan aus Köln. Er stand in Lüdenscheid das erste Mal auf einer großen Bühne und bekam viel Beifall für seinen Seiltrick. Mit Jan Logemann aus Hamburg war sogar ein Ex-Weltmeister mit dabei.

Außerdem noch: Bauchredner „Der Minze“, Luca Masia, Lou De Milla, die auch auf der Querflöte zu überzeugen wusste, Akkrobat Igor de Cort, Mentalist und Gedankenleser Jan Forster, Dr. Knut Knackstedt, die Steampunkzauberer mit ihrer großen Bühnenkulisse und Lichtkünstlerin Franzi Pütz, die das Magicon-Schriftzeichen per Laser auf die Bühne zauberte.
Bis nach Mitternacht wurde dem staunenden Publikum ein wahrlich magisches Programm geboten. Langanhaltender Applaus war der verdiente Lohn für die Mühen.
Fotogalerie: Künstler der Magicon








Neuauflage geplant
Mit der ersten Magicon hat sich Lüdenscheid auf die Landkarte der Zauberer aus ganz Europa gebracht. Bei einer Amerikanischen Versteigerung von Zauberartikeln, aufgestockt von einigen Firmenspenden, wurde für die Obdachlosenhilfe Lüdenscheid gesammelt. „Die haben es verdient, sie machen einen tollen Job“, lobt Nino Arra.
Für ihn und seinen Mit-Organisator Hans Liszon waren es arbeitsintensive Monate der Vorbereitung. Unter anderem musste ein komplettes Hotel für die Teilnehmenden gebucht werden – 20 Zimmer insgesamt. „Aber das Team, nicht zuletzt die Helfer und alle Verantwortlichen des Kulturhauses, waren eine große Hilfe“, zog Arra bereits nach dem Gala-Abend zufrieden erste Bilanz. „Auch das Feedback von den Mitwirkenden war durchweg positiv.“
Sein Mitorganisator und er haben eine fünfstellige Summe in die Magicon 2023 investiert. Für beide steht fest: „Es wird eine Neuauflage geben – voraussichtlich im nächsten Jahr“.









