Vier Wochen nach dem Start der Lkw-Kontrollen verlängert die Polizei ihren Einsatz und fährt dabei eine neue Strategie: Ab Mittwoch, 5. Juli, besetzen die 200 Einsatzkräfte die Kontrollstellen im Wechsel und zu variierenden Zeiten. Hierbei sollen erneut Bereitschaftspolizeieinheiten und Fachkräfte der Verkehrsdienste aus verschiedenen Kreispolizeibehörden die Kräfte der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis unterstützen – diese stelle etwa ein Viertel des Personals.
Außerhalb der vorgeplanten Einsätze werde die Überwachung der Durchfahrtsverbote einer der Schwerpunkte sein, das teilt die Polizei mit. Vor dem Hintergrund ihres generellen gesetzlichen Auftrages gelte es aber auch anderen polizeilichen Kernthematiken weiterhin kreisweit gerecht zu werden. Die Kontrollen sollen wie bisher in enger Zusammenarbeit mit dem ebenfalls für die Überwachung des Durchfahrtsverbotes zuständigen Ordnungsamt der Stadt Lüdenscheid stattfinden. Die Maßnahmen sollen fortlaufend analysiert werden. Die Wirkung bewerte die Polizei vor dem Hintergrund des zur Verfügung stehenden Personals.
Zahlen, Daten und Fakten
Seit dem 12. Juni überwacht die Polizei das durch die Stadt Lüdenscheid angeordnete Durchfahrtsverbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen mit Unterstützung von Polizeibehörden aus ganz NRW. Die Zahl passierender Schwerlastfahrzeuge ist in den Hauptkontrollzeiten von 3056 auf mittlerweile 2354 zurückgegangen. Das entspricht laut Polizei einem Rückgang von etwa 26 Prozent und decke sich mit den subjektiven Eindrücken, die im Zusammenhang mit den Kontrollen mitgeteilt wurden.
Rund 31 Prozent der relevanten Fahrzeuge wurden seit Einsatzbeginn angehalten und kontrolliert. 1944 konnten keine Berechtigung vorweisen, wurden sanktioniert und zurückgewiesen. 67 Prozent der Verkehrsteilnehmenden, die gegen das Durchfahrtsverbot verstoßen, sind mit einer ausländischen Fahrzeugzulassung unterwegs. 6331 waren berechtigt. Weitere 3244 führten eine Ausnahmegenehmigung der Stadt Lüdenscheid mit.
Die Quote derjenigen, die eine Ausnahmegenehmigung vorlegen konnten, ist vom 12. bis zum 30. Juni von 13 auf 28 Prozent gestiegen. Damit einher gehe auch eine Steigerung genehmigter Durchfahrten von Fahrzeugen, die eigentlich dem Durchgangsverkehr zuzuordnen sind. Der Anteil des Durchgangsverkehrs liege deshalb rein rechnerisch bei ungefähr 45 Prozent.
Die Quote der überprüften Fahrzeugführenden, die eine Ausnahmegenehmigung vorweisen können, ist laut Polizei auf mittlerweile rund 28 Prozent angestiegen. Wohingegen die Quote derer, die gegen das Durchfahrtsverbot verstoßen, nur geringfügig auf circa 17 Prozent gesenkt werden konnte.










