Die Energie der Sonne nutzen, eigenständig günstigen Ökostrom erzeugen und damit die Energiewende aktiv vorantreiben – mit dieser Intention hatte die Gemeinde Herscheid Anfang 2022 eine Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach errichten lassen.
Die Anlage auf dem Rathausdach hat eine Leistung von 29,7 kWp (Speicher: 30 kWh) und wurde am 27. Januar 2022 ans Netz angeschlossen. Im Jahr 2022 hat sie nach Angabe der Gemeinde 25.090 kWh Strom erzeugt. Im aktuellen Jahr wurden – Stand 31. Juli – 17.720 kWh erzeugt. Insgesamt resultieren daraus THG-Einsparungen von 28,98 t.
Auf dem Bildungszentrum gibt es seit Anfang 2023 eine weitere PV-Anlage. Diese hat eine Leistung von 30 kWp und verfügt über einen Speicher mit einer Kapazität von 60 kWh. Aufgrund der ähnlichen Dimensionierung sind THG-Einsparungen vergleichbar mit denen am Rathaus zu erwarten.
Über einen Monitor, der im Foyer des Rathauses hängt, werden ab sofort Besucher über die aktuellen Zahlen zu Stromerzeugung und Verbrauch informiert. Der Monitor wurde zusammen mit der Anlage auf dem Rathausdach zu 90 Prozent über das Landesförderprogramm progres.nrw finanziert.
Den Herausforderungen des Klimawandels gemeinsam stellen
Klimaschutzmanager Simon Mai erklärt zum Thema Photovoltaik: „Die klimatischen Ereignisse der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass die Gemeinde Herscheid von den Auswirkungen des Klimawandels nicht verschont bleibt, und auch die derzeit stark steigenden Energiepreise verdeutlichen, dass ein dringender Handlungsbedarf besteht. Um das Ziel einer klimaneutralen Gesellschaft zu erreichen, ist ein zügiger Ausbau der erneuerbaren Energien unumgänglich. Neben der Windenergie ist vor allem auch der Ausbau der Solarenergie ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Energiewende. Die Gemeinde Herscheid ist sich dessen bewusst und errichtet deshalb aktuell diese Anlagen auf kommunalen Gebäuden. Es ist wünschenswert, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger diesem Beispiel folgen und auch auf ihrem Privathaus die Installation einer solche Anlage in Erwägung ziehen, denn eine erfolgreiche Energiewende kann nur gelingen, wenn sich Politik, Verwaltung und Bürgerschaft den Herausforderungen des Klimawandels gemeinsam stellen.“









