Besonderer Moment bei der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Lüdenscheid-Märkischer Kreis am 23. Juni: Die Lebenshilfe verabschiedete Reinhard Merkschien, Reinhard Merkschien, der dem Aufsichtsrat mehr als 12 Jahre – nach seinem Eintritt in den beruflichen Ruhestand - als 2. Vorsitzender angehört hatte.

Wie Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Wolfgang Schröder ausführte, ist der Ruhestand immer auch der Einstieg in eine „neue Zeit vor dem ehrenamtlichen Ruhestand“. Mit einem Präsent und aufrichtigem Dank wurde Merkschiens Engagement für die Belange von Menschen mit Unterstützungsbedarf gewürdigt. Der übrige Aufsichtsrat wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Ihm gehören an: Dr. Wolfgang Schröder (1. Vorsitzender), sowie als Beisitzende Lisa Sturm-Benkenstein, Christoph Loos, Sibyll Hölscher-Medernach, Martina Merkert, Dr. Sebastian Geitz und Stefan Wengst.

Zwei ältere Männer stehen nebeneinander vor Büschen und einem Wohnhaus. Links trägt der Mann ein helles Hemd und eine Brille, rechts ein rotes Poloshirt.
Dr. Wolfgang Schröder (l.), 1. Vorsitzender des Aufsichtsrats, verabschiedet Reinhard Merkschien, der dem Aufsichtsrat der Lebenshilfe Lüdenscheid – Märkischer Kreis e.V. langjährig als 2. Vorsitzender angehörte.
Foto: Lebenshilfe

Bei der Versammlung im Lebenshilfe-Center am Grünewald 2a in Lüdenscheid wurde zudem über das Geschäftsjahr 2025 und personelle Weichenstellungen für die Zukunft beraten.

Dr. Andrea Prinz vom Steuerbüro Friebe, Prinz & Partner trug den Prüfvermerk zum Jahresabschluss 2025 vor. Das Ergebnis fiel positiv aus: Die Lebenshilfe Lüdenscheid–Märkischer Kreis ist finanziell solide aufgestellt und wirtschaftlich handlungsfähig. Die Versammlung entlastete den Vorstand einstimmig für das Geschäftsjahr 2025. Dr. Wolfgang Schröder, 1. Vorsitzender des Aufsichtsrats, dankte dem Vorstand ausdrücklich für dessen gute und umsichtige Arbeit – und hob dabei auch das Engagement aller Mitarbeitenden besonders hervor.

Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von strategischen Weiterentwicklungen: So wurden alle Mitarbeitenden rückwirkend zum 1. Januar 2025 in das Tarifwerk der Paritätischen Tarifgemeinschaft (PTG) übergeleitet. Darüber hinaus erlangte die Lebenshilfe die Anerkennung als Träger der Kinder- und Jugendhilfe und bereitet sich damit auf die für 2028 geplante Kinder- und Jugendhilfestrukturreform vor. Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz wurde weiter ausgebaut, unter anderem im Bereich der Teilhabeplanung und besonders des Wissensmanagements.

Mit Blick auf die Zukunft steht die Lebenshilfe Lüdenscheid – Märkischer Kreis vor schwierigen Herausforderungen: Aktuelle Pläne von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden sehen erhebliche Kürzungen in der Eingliederungshilfe vor. Es wurde deutlich, dass einzelne Einsparungen nicht das Kernproblem sind, sondern vielmehr die Summe aller Kürzungen. Da muss noch die Balance gefunden werden. Die Lebenshilfe positioniert sich und unterstützt die Bundesvereinigung Lebenshilfe unter dem Motto #Teilhabe Ist Menschenrecht.