Die Landesregierung unterstützt Krankenhäuser mit kleineren Geburtshilfen auch im Jahr 2026 bei der Finanzierung ihrer Betriebskosten. Zu diesen Krankenhäusern zählt auch die Geburtsklinik des Klinikums Lüdenscheid. Sie betreut nach eigenen Angaben mehr als 800 Geburten im Jahr.
Damit zählt das Klinikum Lüdenscheid zu den 65 Geburtskliniken in NRW mit bis zu 1100 Geburten pro Jahr. Sie erhalten insgesamt rund 25 Millionen Euro aus der Überbrückungsfinanzierung des Bundes bis zur Umsetzung der bundesweiten Krankenhausreform. Damit setzt die Landesregierung ihren Grundsatz aus dem vergangenen Jahr, gezielt Krankenhäuser mit einer vergleichsweise niedrigen Anzahl von Geburten zu stärken. Das Geld stammt aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Geburtshilfen in ländlichen Regionen stärken
„Mir ist es außerordentlich wichtig, dass Schwangere und Neugeborene überall in Nordrhein-Westfalen sehr gut versorgt werden und schnell in gute Hände kommen. Gerade in den ländlichen Regionen brauchen wir die kleinen Geburtshilfen und müssen sie gezielt stärken“, zitiert eine Mitteilung der Landesregierung Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
Hohe Vorhaltekosten
Kleinere Geburtshilfen stünden häufig vor finanziellen Herausforderungen, weil sie die Infrastruktur für nicht planbare Entbindungen und Behandlungen an 365 Tagen im Jahr vorhalten müssen, so der Minister weiter. „Die hohen Vorhaltekosten hierfür machen den Betrieb für die Träger kostspielig. Die Fördermittel des Bundes verteilen wir daher genau an die Krankenhäuser, in denen mit maximal 1100 relativ wenige Geburten pro Jahr stattfinden.“
Alle 65 Kliniken, die im Jahr 2024 bis zu 1.100 Geburten betreut haben, erhalten einen Zuschuss. Insgesamt profitieren so mehr als die Hälfte der landesweit 120 Kliniken, die aktuell eine Geburtshilfe betreiben, von den Fördermitteln. Für die Höhe der zugeteilten Fördermittel war die Anzahl der Geburten entscheidend.
Im Durschnitt 385.000 Euro
Der Großteil der Mittel – rund 21 Millionen Euro – wurde ausschließlich anhand dieses Kriteriums an Geburtskliniken verteilt. Die restlichen Fördergelder wurden anhand weiterer Voraussetzungen vergeben. So bekommen beispielsweise Krankenhäuser mit kleinen Geburtshilfen, die auch eine Fachabteilung für Pädiatrie oder Neonatologie unterhalten, eine entsprechend höhere Fördersumme. Im Durchschnitt bekommt jedes der 65 ausgewählten Krankenhäuser Fördermittel in Höhe von rund 385.000 Euro. Die Krankenhäuser mussten sich nicht bewerben, um eine Förderung zu erhalten.








