Für 15 Schüler des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs (ESBK) in Halver begann am Sonntag, 8. März, das dreiwöchige „Erasmus+“-Mobilitätsaustauschprogramm. Im Rahmen dieses Projekts haben die Teilnehmenden aus verschiedenen Bildungsgängen die Möglichkeit, ein berufliches Praktikum in der südspanischen Stadt Málaga zu absolvieren.

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Vielfältige Praktikumsmöglichkeiten

Die Einsatzfelder der Schüler sind abwechslungsreich und reichen vom Tourismus über soziale Einrichtungen bis hin zu maritimen Tätigkeiten. Der bootskundige Austauschschüler Louis Van Asch arbeitet beispielsweise bei Mar Marino, einem Anbieter von Katamaran-Touren. „Wir haben eine tolle Gruppe von Schülern, die bereit sind, vielfältige Erfahrungen zu sammeln“, sagt die Projektorganisatorin Stefanie Fröndhoff. Neben Fröndhoff wird die Gruppe von der Referendarin Linda Jaschewski sowie den Lehrkräften Svenja Langendorf und Melanie Hunold begleitet.

Sprachkurs, Fußball und die Geschichte Málagas

Untergebracht sind die Teilnehmenden beim spanischen Partner „Carlos V“ in Gastfamilien und Apartments. Begleitend zum Praktikum fand in der ersten Woche ein aktiver Spanischsprachkurs statt, der unter dem Titel „español activo“ angeboten wurde. Fröndhoff erklärt: „Der Kurs ist nicht nur dazu da, die Sprache zu lernen, sondern auch, um die Kultur Málagas hautnah zu erleben.“ Die Schüler starteten in den Kurs mit einer Stadtführung durch das historische Zentrum oder übten in einer weiteren Einheit ihre Sprachkenntnisse beim Einkauf im großen Einkaufszentrum „Centro Comercial Larios“.

Eine Stadtführung ist Teil des Programms.
Foto: Stefanie Fröndhoff | privat

Der Unterricht fand aber auch an malerischen Orten wie dem Strand „La Malagueta“ statt. „Dort konnten die Schüler ihre Kreativität entfalten und zum Beispiel Instagram-Posts oder einen Wetterbericht auf Spanisch erstellen“, so Fröndhoff. Zudem standen bedeutende Sehenswürdigkeiten wie die islamische Festungsanlage „Alcazaba“ und das römische Theater auf dem Programm. Letztere vermittelten den Schülern auf anschauliche Weise die Geschichte Málagas. „Ein besonderes Highlight war der Besuch des Picasso-Geburtshauses, wo sie die Spuren des berühmten Künstlers entdecken konnten“, fügt Fröndhoff hinzu. Pablo Picasso wurde am 25. Oktober 1881 in Málaga geboren und zählt zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. In Málaga erinnern das „Museo Picasso Málaga“ sowie sein Geburtshaus an sein Leben und Werk.

Auch der Besuch unterschiedlicher kultureller Einrichtungen sind Teil des Aufenthaltes.
Foto: Stefanie Fröndhoff | privat

Eigenständige Aktivitäten und kommende Höhepunkte

An ihrem ersten Wochenende ohne Lehrkräfte organisierten die Schüler bereits eigenständig einen Tagesausflug nach Marbella und besorgten sch Karten für das Fußballspiel des FC Málaga gegen SD Huesca. „Es ist fantastisch zu sehen, wie selbstständig die Schüler in dieser neuen Umgebung werden“, freut sich Fröndhoff.

In den kommenden beiden Wochen sind weitere kulturelle und soziale Aktivitäten geplant, darunter ein Flamenco-Workshop und ein Besuch des „Museo del Patrimonio Municipal“. Der Höhepunkt des Austauschprogramms wird ein gemeinsamer Wochenendausflug zur Unesco-Welterbestätte „Alhambra“ in Granada sein, berichtet Fröndhoff.

Ziel des Programms

„Die durch das europäische Programm ‚Erasmus+‘ finanzierte Mobilität in Málaga verbindet berufliche Praxis, Sprachförderung und interkulturelles Lernen“, betont Fröndhoff. „Es soll den Teilnehmenden nicht nur Spaß machen, sondern auch ihre Selbstständigkeit fördern und wichtige Erfahrungen für ihre berufliche und persönliche Entwicklung vermitteln. Wir freuen uns bereits auf die Fotos und Erfahrungsberichte der Teilnehmenden über die sozialen Medien sowie auf das Feedback bei unserem gemeinsamen Nachtreffen in Halver-Ostendorf.“