Lüdenscheid. Die insolvente Compleo Charging Solutions AG hat einen Käufer gefunden. Die Kostal Gruppe aus Lüdenscheid übernimmt den Dortmunder Ladeinfrastrukturhersteller. Innerhalb der Kostal Gruppe sollen die Aktivitäten im Bereich stationärer Ladetechnik unter dem Markennamen Compleo weitergeführt werden.
Das sieht der Vertrag über den Erwerb der Compleo Charging Solutions AG vor, wie Compleo und Kostal gemeinsam mitteilen. Noch steht dieser Vertrag bzw. der Vollzug der Transaktion unter Vorbehalt: Da sich Compleo seit Ende Dezember 2022 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet, müssen zunächst der Sachwalter und der Gläubigerausschuss der Compleo zustimmen. Zudem müssen laut der Mitteilung „die gerichtliche Bestätigung eines Insolvenzplans für Compleo und die Erteilung regulatorischer Freigaben abgewartet werden“.
Beide Parteien rechnen nach eigenen Angaben jedoch damit, dass die Anforderungen erfüllt und die Übernahme von Compleo in die Kostal Gruppe voraussichtlich im Juni 2023 erfolgen könne. Zum Kaufpreis oder besonderen Garantien werden keine Angaben gemacht.
Kostal verfügt über bidirektionale Ladetechnik
Die 1912 gegründete Kostal Gruppe ist ein weltweit agierendes Familienunternehmen mit Sitz in Lüdenscheid. Kostal entwickelt und produziert elektronische und mechatronische Produkte in unterschiedlichen Bereichen, auch als Autozulieferer. In der Elektromobilität liegt der Fokus von Kostal auf dem solaren Laden, unter anderem mit eigens hergestellten Solar-Wechselrichtern. Aber auch das bidirektionale Laden spielt bei Kostal eine wichtige Rolle. Laut dem Branchendienst Electrive.net will Kostal mit den Compleo-Produkten sein Produktportfolio und seine Kundenbasis im Bereich der stationären Ladetechnik ausbauen.









