Das Positive vorweg – der Playoff-Traum der Iserlohn Roosters ist noch nicht endgültig ausgeträumt. Bei vier Punkten Rückstand auf Platz 10 und noch drei ausstehenden Spielen ist theoretisch noch alles drin. Aber nach der 2:8-Heimpleite im Derby gegen die Kölner Haie glauben wohl nur noch die eingefleischtesten Roosters-Fans wirklich daran. Die Sauerländer hätten es nach der desolaten Vorstellung gegen die Haie auch nicht verdient. Zum zweiten Mal hintereinander, nach der 1:8-Klatsche gegen Straubing, kassierten die Roosters 8 Gegentore auf eigenem Geläuf.
Auch wenn Roosters-Coach Greg Poss auf zahlreiche Stammspieler verzichten musste – es fehlten unter anderem verletzungs- und krankheitsbedingt Yannick Proske, Kristopher Foucault, John Broda, Hannibal Weitzmann, Valtentin Busch, Colin Ugbekile und Christopher Brown. Dafür waren Keeper Andreas Jenike und Kapitän Torsten Ankert ins Team zurückgekehrt.
Dennoch hatten sich die Roosters-Anhänger in der mit 4.967 Zuschauern restlos ausverkauften Balver-Zinn-Arena – darunter zahlreiche mitgereiste Haie-Fans – von der Begegnung mehr Spannung und natürlich einen Sieg ihrer Kufenflitzer erwartet. Erster Höhepunkt schon vor der Begegnung war die Auszeichnung vom Kölner Kapitän Moritz Müller für dessen 1.000. DEL-Spiel. Übrigens alle im Trikot der Haie. Der geschäftsführende Gesellschafter Wolfgang Brück gratulierte Müller mit einem großen Blumenstrauß. Das Verhältnis der Roosters-Fans zu Müller war nicht immer Unbelastet. Aber für diese sportliche Leistung gab es auch Beifall von den Stehplätzen.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. 64 Sekunden benötigten die Gäste aus dem Rheinland für die 1:0-Führung durch Luca Sennhenn. Die bauten Brady Austin in der 9. Minute und Louis-Marc Aubrie in Überzahl in der 15. Spielminute auf 3:0 für die Haie aus. Das Spiel war damit schon vor der ersten Drittelpause gelaufen.
Das muntere Toreschießen ging im zweiten Durchgang weiter. Carter Proft in der 24. Minute und Landon Ferraro in der 27. stellten das Ergebnis aus Roosters-Sicht auf 0:5. Spätesten da hatte Roosters-Goalie Andreas Jenike die Nase voll und machte im Roosters-Tor Platz für Jonas Neffin. Eugen Alanovs Treffer zum 1:5 in der 34. Minute weckte noch die Hoffnung auf den Rängen. Aber die Haie ließen keinen Zweifel aufkommen, wer an diesem Tag Herr im fremden Haus ist. Nur 33 Sekunden (!!!) später stellte Zachary Sill den alten 5-Tore-Abstand wieder her. Und es kam vor dem zweiten Pausentee noch dicker für die Roosters. Landon Ferraro traf zum 1:7.
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Im letzten Drittel nahmen die Gäste den Fuß etwas vom Gas, blieben aber stets Herr des Spiels. Roosters-Verteidiger Maxim Rausch verkürzte mit seinem ersten Saisontor in der 55. Spielminute auf 2:7. Aber auch das ließen die Haie nicht unbeantwortet. Ex-Rooster Jonathan Matsumoto sorgte mit seinem elften Saisontreffer zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene für den 2:8 Endstand.
Am Sonntag um 14 Uhr muss im letzten Heimspiel der Roosters gegen den direkten Konturrenten Schwenninger Wild Wings unbedingt ein 3-Punkte-Sieg her, sonst ist der Traum von den Playoffs ausgeträumt.








