Bis zu 4000 Teilnehmer gab es in der Vergangenheit. Doch der Zuspruch, den das Event in diesem Jahr bekam, übertrifft alles Bisherige. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: „Das Interesse nach Unterhaltung und Veranstaltungen als Abwechslung von der Pandemie ist allgemein sehr groß, aber auch das Wetter und das Konzept passten einfach“, ist sich Kai Pritschow sicher. Der Marketing-Mitarbeiter der Sparkasse Lüdenscheid betont auch die Einzigartigkeit der Knax-Partys in Lüdenscheid: „In anderen Städten sind das kleinere Events mit 300 bis 400 Besuchern. Unsere Knax-Party ist eine der größten bundesweit, wenn nicht sogar die Größte. Da können selbst Frankfurt oder München nicht mithalten.“
Die komplette Organisation findet daher auch in Lüdenscheid, vor allem aber in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen regionalen Anbietern für kindgerechte Unterhaltungsangebote statt. Künstler wie Arnd Clever gehören seit einigen Jahren dazu. Nicht unbedingt, weil sein Lebenslauf eine enge Nähe zur Sparkasse verrät. Eher sind es seine Darbietungen als Entertainer und Magier, mit denen Clever Menschen aller Altersklassen in seine Shows integriert. Mitmachen ist Trumpf und so durften Kinder an seiner Station auch Zaubertricks erlernen. Wie diese funktionieren, wurde leider nicht verraten: Die frischgebackenen Magier hielten sich an die strikten Regeln der Branche und plauderten fast nichts aus. Nur Arnd Clever selbst gab ein Geheimnis preis: Sein Zauberstab, mit dem er die Kids in seinen Bann lockte, sei in Wirklichkeit ein Stück, dass in einem Klassenzimmer aus der Tafel gebrochen worden sei – behauptet der Künstler zumindest. Immerhin sind Kreidestriche plötzlich auf dem Stab verschwunden. Wie auf einer echten Tafel, dann wird die Geschichte wohl auch so stimmen.
Lehrreich war auch eine Attraktion des Phänomenta-Teams. Es dürfte außer Frage stehen, dass hier physikalische Gesetze spielend erlernt werden konnten. In diesem Fall ging es darum, mit überschaubaren Kräften einen 90-Kilo-Steinblock zu ziehen. „Cleveres Tauziehen“ war das Konzept: Hier kamen Mechanismen wie bei Flaschenzügen zum Einsatz. Im Ergebnis auch ein bisschen magisch, aber doch pure, angewandte Naturwissenschaft.










Die Natur lehrt auch, dass man sich bei Hitze gut mit Wasser abkühlen kann. Und so wurde die Riesen-Wasserrutsche zum Anziehungspunkt für die jüngeren Besucher. Auf der Einladung wurde nicht ohne Grund empfohlen, Badehose- oder Anzug mitzubringen. Der Spaß für die Kids war bei den Temperaturen riesig. Obgleich die Wasserrutsche ein aufblasbares Gerät war, hatte sie mit einer normalen Hüpfburg genauso wenig zu tun, wie einige andere Stationen, die zunächst mit sehr viel Luft in Form gebracht wurden. Beim Kletterübungen ging es hoch hinaus, und generell war Geschicklichkeit sehr gefragt.
Wer lieber zusah und -hörte, bekam auf der Bühne ein Theaterstück präsentiert, aber auch Musikalisches vom Kinderliedermacher „Simon sagt“. Bei der Aktion der Tanzschule S war es mit dem „Sitzenbleiben“ aber vorbei: Hier standen „sportliche Mitmachtänze“ auf dem Plan. Und damit war das Bühnenprogramm noch lange nicht erschöpft. Überhaupt waren die fünf Stunden der Knax-Party vermutlich zu kurz, um alle Angebote wahrzunehmen, die die Organisatoren in den rund sechs Monaten Vorbereitungszeit auf die Beine gestellt haben. Für die war die Party ein Kraftakt, an dem sie – nach eigenem Bekunden – viel Freude hatten. Und die Helfer kamen fast alle aus eigenen Reihen: „Wir haben insgesamt 120 Freiwillige. Das sind Mitarbeiter der Sparkasse und auch deren Kinder“, erzählt Kai Pritschow. Und die hatten alle Hände voll zu tun: Bereits am vergangenen Donnerstag begann der Aufbau und noch am Samstagabend war das Stadion wieder aufgeräumt.
Nun haben die Verantwortlichen ein halbes Jahr Zeit, um neue Ideen für die kommende Knax-Party zu sammeln. In der Vergangenheit spielten Ritter eine große Rolle, diesmal war es betont sportlich. Nun gilt es, ein spannendes Motto für 2023 zu finden. Aber das dürfte den zahlreichen Kreativen, die an dem Projekt beteiligt sind, nicht allzu schwer fallen.










