18 Tonnen schwer, 320 PS stark und mit 4000 Litern Löschwasser an Bord: Der Löschzug Stadtmitte der Feuerwehr Kierspe hat ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 4000) in Dienst gestellt. Es ersetzt ein 34 Jahre altes Tanklöschfahrzeug, das die Stadt in den kommenden Wochen verkaufen will.

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Viel Wasser und starke Pumpenleistung

Nach der Ankunft vor wenigen Wochen haben die Einsatzkräfte das neue Tanklöschfahrzeug mittlerweile vollständig ausgestattet und sich mit der Technik vertraut gemacht. Nun steht es für Einsätze bereit. Bürgermeister Olaf Stelse ließ sich das imposante Fahrzeug am Gerätehaus in Wildenkuhlen von der Wehrleitung erklären und zeigte sich beeindruckt von der Technik.

Bürgermeister Olaf Stelse (r.) zeigte sich beeindruckt vom neuen TLF 4000.
Foto: Feuerwehr Kierspe

Das TLF 4000 verfügt über einen 4000-Liter-Löschwasserbehälter und zwei Schaummitteltanks mit jeweils 250 Litern Fassungsvermögen. Die Pumpe fördert bis zu 3500 Liter Wasser pro Minute. Das Fahrzeug verfügt über einen Dachmonitor mit einer Leistung von 3000 Litern pro Minute: „Das ermöglicht es, Brände auch aus größerer Entfernung zu bekämpfen“, erklärt Christian Schwanke, Pressesprecher der Feuerwehr Kierspe.

Ein Sprühbalken an der vorderen Stoßstange schützt das Fahrzeug dabei vor Hitze und Flammen. Selbst bei langsamer Fahrt könne die Feuerwehr so beispielsweise Brände auf Feldern bekämpfen, erläutert Schwanke. Und dank Allradantrieb eigne sich das TLF auch für Einsätze in schwierigem Gelände. Den Aufbau lieferte die Rosenbauer Group aus Luckenwalde.

Besonderheit für die Waldbrandbekämpfung

Vor allem bei Wald- und Vegetationsbränden sowie bei abgelegenen Einsatzorten mit schlechter Löschwasserversorgung soll das Fahrzeug seine Stärken ausspielen. Zur Ausstattung gehören unter anderem Schläuche, Atemschutzgeräte und spezielle Waldbrandrucksäcke.

Eine Besonderheit für Kierspe ist ein transportabler Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern. „Dieser kann am Boden befüllt und anschließend mit einem Hubschrauber transportiert werden“, so Schwanke. Damit lasse sich Löschwasser auch aus der Luft zu schwer zugänglichen Brandstellen bringen.

Investition in den Bevölkerungsschutz

Bürgermeister Olaf Stelse sowie die Wehrleitung mit Mike Budde und Andreas Pfaffenbach waren sich einig, dass das neue Fahrzeug möglichst selten zum Einsatz kommen sollte - schließlich deute sein Einsatz häufig auf größere Schadenslagen hin.

Die Wehrleitung dankte der Stadtverwaltung und dem Rat der Stadt Kierspe für die Investition: Sie stärke den Schutz der Bevölkerung und halte die Ausstattung der Feuerwehr Kierspe auf hohem Niveau.