Seit 2018 befasst sich der Hauptausschuss regelmäßig mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Kierspe; in der letzten Kommunalwahl war es bei allen Parteien ein Wahlkampfthema. In Zukunft wird es in der Kiersper Politik eine eigene Arbeitsgruppe zu dem Thema geben.
Vorangegangen war ein Antrag der UWG-Fraktion vom 15. Januar, der diesen Arbeitskreis forderte. "Aufgabe ist die Erstellung einer konzeptionellen Beschlussvorlage für den Hauptausschuss und den Rat der Stadt Kierspe. Spätestens im Herbst 2026 sollen erste Beschlüsse möglich sein, um Haushaltsmittel für 2027 vorzusehen. Die Projektlaufzeit beträgt ein Jahr. Die Gruppe setzt sich aus jeweils einem Vertreter jeder im Rat vertretenen Parteien und Gruppierungen sowie Vertretern der Stadtverwaltung zusammen. Der Tagungsrhythmus beträgt alle zwei Monate und ist öffentlich. Die Gruppe soll Gäste und Berater hinzuziehen", erklärte Fraktionsvorsitzender Clemens Wielsand seinen Antrag.
Beraten wurde der Antrag in der Sitzung des Hauptausschusses am 27. Januar. Bürgermeister Olaf Stelse hatte jedoch im Vorfeld ein Problem damit und befragte zu Beginn der Sitzung die anderen Fraktionen: "Der Antrag ist formal zu spät eingegangen, daher muss ich jetzt fragen, ob wir das mit aufnehmen sollen?", fragte er zur Änderung der Tagesordnung. Da die Causa von allen Fraktionen unterstützt wird, machte Oliver Busch, SPD-Fraktionsvorsitzender, klar: "Da ist genug Zeit ins Land gegangen, das ist jetzt nicht so, dass es uns unvorbereitet trifft."
Im Rahmen der Beratungen am Ende der Tagesordnung wurde von jeder Fraktion ein Mitglied und ein stellvertretendes Mitglied für den Arbeitskreis benannt.










