Die FDP wünscht sich eine dezentrale und zeitlich unabhängige Entsorgungsmöglichkeit für Grünabfälle. Der Antrag sorgte im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Umwelt- und Klimaschutz am Mittwoch, 29. April, für Kritik.

Aktuell haben die Bürger der Volmegemeinde jeden Samstag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr die Gelegenheit, ihren Grünschnitt beim Bauhof zu entsorgen. Die FDP-Fraktion beantragte jetzt die Schaffung einer dezentralen und rund um die Uhr zugänglichen Entsorgungsstelle. Verbunden wäre diese mit einer Gebührenerhöhung für alle Schalksmühler in Höhe von 13 Prozent - auch für diejenigen, die über keinen eigenen Garten verfügen.

"Der Grünabfall wird auch gerne mal illegal entsorgt, wie man zum Beispiel am Ortseingang von Linscheid recht gut erkennen kann", begründete Stefan Klotz, Vorsitzender der FDP, den Antrag.

"Die Verwaltung versteht sehr wohl, dass die aktuelle Lösung nicht sehr komfortabel ist", erklärte Kämmerer Jonas Drouvé - und bat darum, die Verwaltung damit zu beauftragen, Alternativen zu finden. Auch Vorschläge von der Politik seien gern gesehen. "Das bestehende System könnte auch ausgeweitet werden, zum Beispiel durch die Schaffung weiterer Standorte oder die Abholung auf Bestellung, ähnlich wie beim Sperrmüll", schlug der Kämmerer vor. Dann könne eine bürgergenaue Abrechnung erfolgen, die nicht von allen Einwohnern der Gemeinde getragen werden muss.

"Die kleineren Haushalte zahlen jetzt schon für die anderen mit"

Auf Gegenwind stieß der Antrag der FDP bei den anderen Fraktionen. "Wir waren zunächst von der Idee begeistert - bis wir von den damit verbundenen Kosten gehört haben", erklärte Jörg Weber (CDU). Und auch Jutta Heedfeld (SPD) äußerte sich kritisch: "Wir müssen bedenken, dass auch kleinere Haushalte, die über kein eigenes Grundstück verfügen, schon jetzt für den Grünabfall der anderen mitzahlen."

Stefan Klotz (FDP) schlug daraufhin vor, die Idee der grünen Tonne noch einmal aufzugreifen: "Dann trifft es nur diejenigen, die es auch benötigen." Abschließend wurde dem Rat einstimmig empfohlen, die Verwaltung mit einer weiteren Prüfung zu beauftragen.