Für die SGSH Dragons gilt am Samstagabend, 2. Mai, in der Großsporthalle Gelnhausen nur noch das Prinzip Hoffnung: Hoffen auf die eigene Bestleistung, hoffen auf den Ausrutscher der Bergischen Panther, hoffen auf ein nicht ganz bis in die Fingerspitzen motiviertes Gelnhausen.

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Zwei Spieltage vor Schluss steht die SGSH nach kaum fassbarem Saisonverlauf mit dem Rücken zur Wand: Drei Punkte beträgt der Rückstand auf die Bergischen Panther, vier auf Melsungen II. Ausgerechnet jetzt führt der Weg zum designierten Vizemeister, der zuletzt Tabellenführer HG Saarlouis eindrucksvoll in die Schranken wies. Der Sport indes schreibt seine eigenen Geschichten, und manchmal öffnet sich eine Tür genau dann, wenn niemand mehr damit rechnet - so, wie kaum mehr damit zu rechnen war, dass die Sauerland-Sieben sich noch mal in Position bringen konnte.

Sicher ist: Die Dragons müssen in Gelnhausen punkten, am besten doppelt, während gleichzeitig die Bergischen Panther gegen die HSG Rodgau maximal ein Unentschieden holen dürfen. Sportlich wartet in Gelnhausen sicherlich eine der schwersten Aufgaben der Saison; der TVG spielt eine beeindruckende Runde, überzeugt mit Tempo, Wucht und einer Heimstärke, die ihresgleichen sucht. Die Dragons werden eine fehlerarme, leidenschaftliche und körperlich kompromisslose Leistung benötigen, um überhaupt in die Nähe von Punkten zu kommen.

Befreites Aufspielen für ein Herzschlagfinale

Spiele, in denen niemand etwas erwartet, können Kräfte freisetzen. Die Dragons haben in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass sie gegen Topteams mithalten können, wenn sie mutig auftreten und ihre offensive Durchschlagskraft auf die Platte bringen. Gelingt es, die Anfangsphase stabil zu überstehen, das Spiel lange offen zu halten und das Tempo über die volle Distanz mitzugehen, könnte am Ende tatsächlich ein Foto-Finish bevorstehen.

Sollte tatsächlich alles zusammenpassen, käme es am letzten Spieltag vor eigener Kulisse zum ultimativen Bilderbuch-Showdown im direkten Duell mit den Panthern. Gewinnen die Panther ihr Spiel allerdings, werden alle Gedankenspiele und Rechenexempel obsolet. Die Geschichte schreibt sich nicht allein und die SGSH kann nur einen Teil des letzten Kapitels aus eigener Feder beisteuern, wird diese Zeilen innerhalb der 60 Minuten aber mit dem nötigen Druck in das Papier pressen. Im direkten Anschluss zeigt sich, ob die Tinte gehalten hat und sich das Umblättern lohnt - die Panther spielen ihr Duell gegen Rodgau zeitgleich. Der Anwurf erfolgt jeweils um 19.30 Uhr.