Mit einem Kaleidoskop auf Rädern, Workshops und einer Jubiläumsrallye wurde am vergangenen Wochenende in Lüdenscheid gefeiert. Am 3. und 4. Oktober stand das Erlebnismuseum Phänomenta ganz im Zeichen seines 30-jährigen Bestehens.
Kaleidoskopwagen und Jubiläumsrallye
Im Blickpunkt stand der Kaleidoskopwagen des Künstlers Lothar Lepp. Das mobile Kunstwerk beschäftigt sich mit Spiegelungen, Formen und Farben und war an beiden Tagen in der Phänomenta zu sehen.
Im Kaleidoskop-Workshop konnten Kinder ab zehn Jahren selbst ein Kaleidoskop aus Spiegelfolie herstellen. Danach ging es bei der Jubiläumsrallye durch die gesamte Ausstellung: Gemeinsam mit ihren Eltern folgten die jüngsten Besucher den Hinweisen von Station zu Station.
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Von sechs Exponaten zum Science Center
Die Geschichte der Phänomenta begann allerdings nicht in Lüdenscheid. 1985 entwickelte Professor Fiesser in Flensburg eine Ausstellung, bei der naturwissenschaftliche Phänomene nicht nur erklärt, sondern von den Besuchern selbst ausprobiert werden konnten. Das Konzept wurde später zum Vorbild für die Phänomenta.
In Lüdenscheid entstand in den 1990er-Jahren eine Initiative aus Lehrern, Ingenieuren, Architekten und Pädagogen, die eine solche Ausstellung auch in der Stadt aufbauen wollte. Die ersten sechs Exponate wurden dabei unter anderem in der Stadtbibliothek gezeigt.
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1996 öffnete die Phänomenta in der ehemaligen Ernst-Grüber-Fabrik ihre Türen und wurde damit zum ersten Science Center Nordrhein-Westfalens. In den folgenden Jahren wuchs die Ausstellung stetig weiter.
Mit der Übernahme der Trägerschaft durch die Stiftung Phänomenta Lüdenscheid im Jahr 2000 kamen nicht nur neue Strukturen, sondern auch mehr Platz hinzu: Noch im selben Jahr wurde die Einrichtung um einen Anbau mit Café erweitert. Doch auch dieser reichte mit der Zeit nicht mehr aus. 2009 wurde deshalb das Gebäude eines benachbarten Steinmetzbetriebs Teil der Phänomenta.
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Der Turm verändert die Phänomenta
Im Zuge der Regionale 2013 stand schließlich die bislang umfangreichste Erweiterung an: Das Gebäude wurde umfassend umgebaut und um den heute markanten 75 Meter hohen Turm ergänzt. 2015 öffnete die Phänomenta wieder ihre Türen – mit mehr Ausstellungsfläche und neuen Bereichen. Seitdem gehören unter anderem das Foucaultsche Pendel und das begehbare Kaleidoskop im Turm zur Ausstellung.
Auch das Angebot entwickelte sich weiter: Neben den regulären Exponaten kamen Workshops, Veranstaltungen und verschiedene Sonderstationen hinzu. Dazu gehören heute der Astronautentrainer, das Laser-Labyrinth, das Lichtlose Tasten und die Spin Station. Mit dem VR-Flugsimulator Birdly kam zudem ein weiteres besonderes Angebot hinzu. Für Schulklassen bietet die Phänomenta zudem verschiedene Programme an.









