Nur wenig zu beschließen hatten die Mitglieder des Iserlohner Jugendhilfeausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. Dafür hörten sie umso mehr interessante Berichte und Vorträge.

Überregionale Nachrichten

Kinder- und Jugendrat berichtet über bisherige Arbeit

Den Auftakt machten die jungen Damen und Herren des Kinder- und Jugendrates. Sie informierten über ihre bisherige Arbeit sowie über die bevorstehenden Besuche in den Iserlohner Schulen, um die Netzwerkarbeit auszubauen. Dies geschieht im Vorfeld der Neuwahl des Kinder- und Jugendrates. Dessen konstituierende Sitzung ist für den 9. Dezember im Städtischen Saalbau Letmathe vorgesehen. 

Änderung der Richtlinien

Die Änderung der Richtlinien des Kinder- und Jugendrates nahmen die Ausschussmitglieder ebenso zu Kenntnis wie den Sachstandsbericht zur Weiterentwicklung und Umsetzung des Pilotprojekts „Poollösungen für Schulassistenten“ sowie den Bericht der Verwaltung über die strategischen Ziele sowie die Beteiligung der zuständigen Fachausschüsse.

Über ihre lobenswerte Arbeit berichteten Mitglieder des Kinder- und Jugendrates in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses.
Foto: Hendrik Klein

Über ihre Arbeit berichten durften im Gremium auch die Akteure der queeren Jugendarbeit. An zwei Terminen pro Monat wird queeren Jugendlichen in einem geschützten Raum die Möglichkeit zum Austausch gegeben. Das geschehe beispielsweise im Jugendzentrum Letmathe. Es wird angestrebt, das Netzwerk auf den Märkischen Kreis auszubauen.

273.000 Euro für die Spielplätze

Die Stadt Iserlohn betreibt und unterhält rund 120 öffentliche Spielpunkte und Spielplätze und stellt damit ein großes und flächendeckendes Spielangebot im Stadtgebiet zur Verfügung. Was bisher an Neubau- und Instandhaltungsarbeiten erfolgt ist, wurde von der Verwaltung vorgestellt. Der Jugendhilfeausschuss beauftragte die Verwaltung zudem, die für dieses Jahr vorrangig geplanten und notwendigen Maßnahmen zur Um- und Neugestaltung im Rahmen der im städtischen Haushalt zur Verfügung stehenden Mittel fortzuführen und umzusetzen. 273.000 Euro stehen dafür im städtischen Etat.

Die Mitglieder im Iserlohner Jugendhilfeausschusses hörten vor allem Berichte aus verschiedenen Bereichen.
Foto: Hendrik Klein

Jugendamtselternbeirat darf berichten

Einstimmig beschlossen haben die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses, künftig in der ersten regulären Sitzung nach der Neuwahl des Jugendamtselternbeirats dessen Bericht auf die Tagesordnung zu setzen. Der Jugendamtselternbeirat soll dann Gelegenheit bekommen, über aktuelle Themen, Entwicklungen, Anliegen und Schwerpunkte seiner Arbeit zu berichten. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Jugendamtselternbeirat, Jugendhilfeausschuss, Verwaltung, Trägern und weiteren Beteiligten weiter zu stärken. 

„E-Scooter-Akademie“ abgelehnt

Einig waren sich alle Jugendpolitiker auch darin, dass der Hitzeschutz in den städtischen Bildungseinrichtungen nach dem heißen Jahrhundertsommer stärker ins Blickfeld genommen werden müsse. Mehrheitlich abgelehnt wurde dagegen ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, bei der Stadt solle eine „E-Scooter-Akademie“ aufgebaut und sollen praktische Sicherheitstrainings für Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche angeboten werden. „Der E-Scooter ist das neue Fahrrad“, argumentierten die Antragssteller. Allerdings wachse das Fehlverhalten der E-Bike-Nutzer sowie die Unfallhäufigkeit mit teilweise schlimmen Folgen. Die Ausschuss-Mehrheit sah da allerdings keine Zuständigkeit der Stadtverwaltung.