Diese Zahlen gehen aus der jüngsten Zusammenstellung des Statistischen Landesamtes hervor. Mit dieser Quote rangiert der Märkische Kreis im Vergleich zu den übrigen vier südwestfälischen Kreisen auf Rang zwei. Besser schneidet in dieser Auflistung lediglich der Hochsauerlandkreis ab. Von den dort etwa 120.000 Arbeitnehmern und Selbstständigen haben 21,0 Prozent (25.000) eine atypische Beschäftigung.
Schlechter als der Märkische Kreis schneiden im Südwestfalen-Vergleich die Kreise Olpe (21,3 Prozent), der Kreis Soest mit 22,5 Prozent sowie das südwestfälische Schlusslicht, der Kreis Siegen-Wittgenstein (23,4 Prozent) ab.
Erstergebnisse des Mikrozensus 2022
In Nordrhein-Westfalen waren im vergangenen Jahr 21,5 Prozent der rund 7,67 Millionen Erwerbstätigen in ihrer Haupttätigkeit atypisch beschäftigt gewesen. Wie IT.NRW auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2022 weiter mitteilt, waren das etwa 1,65 Millionen Personen. Zu den atypisch Beschäftigten zählen Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Arbeitsstunden je Woche, befristet oder geringfügig Beschäftigte sowie Angestellte bei Zeitarbeitsfirmen.
Mehr als zwei Drittel (67,1 Prozent) der atypisch Beschäftigten in NRW waren Frauen. Während mit 30,7 Prozent nahezu jede dritte erwerbstätige Frau einer atypischen Beschäftigung nachging, war es bei den Männern mit 13,3 Prozent nur gut jeder achte Erwerbstätige. Der überdurchschnittlich hohe Anteil von Frauen in atypischer Beschäftigung ist vor allem auf einen hohen Anteil an Teilzeitarbeit zurückzuführen: 23,0 Prozent der erwerbstätigen Frauen arbeiteten in einem Teilzeitbeschäftigungsverhältnis mit bis zu 20 Wochenstunden. Bei den Männern lag dieser Anteil bei 4,1 Prozent. Auch waren erwerbstätige Frauen mit einem Anteil von 9,2 Prozent häufiger geringfügig beschäftigt (etwa sog. Minijobs) als Männer mit 2,7 Prozent.

In einem Normalarbeitsverhältnis waren im Jahr 2022 insgesamt 5,39 Millionen Erwerbstätige und damit 70,3 Prozent aller Kernerwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen tätig. Beschäftigte in Normalarbeitsverhältnissen üben eine unbefristete Tätigkeit mit über 20 Wochenstunden aus, die direkt für den Arbeitgeber erbracht wird. Von den erwerbstätigen Männern befanden sich 76,6 Prozent (3,12 Millionen Personen) in einem Normalarbeitsverhältnis. Bei den erwerbstätigen Frauen waren es 63,1 Prozent (2,27 Millionen Personen).
Männer waren fast doppelt so häufig selbständig wie Frauen Der Anteil der Selbstständigen (613.000 Personen) an den Kernerwerbstätigen lag in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 bei 8,0 Prozent. Auch hier gab es Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Mit 404.000 (9,9 Prozent) waren fast doppelt so viele Männer selbstständig wie Frauen (209.000; 5,8 Prozent).
Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass hier nur sogenannte Kernerwerbstätige betrachtet werden. Hierunter werden Erwerbstätige im Alter von 15 bis unter 65 Jahren verstanden, die sich nicht in schulischer oder beruflicher (Aus-)Bildung oder in einem Freiwilligendienst bzw. im freiwilligen Wehrdienst befinden. Neben den abhängig Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen bzw. in atypischer Beschäftigung zählen hierzu auch Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.








