Die Jahreshauptversammlung der Kerspe-Knappen war nach 56 Minuten vorbei. Etliche der 13 Tagesordnungspunkte blieben ohne Überraschungen. Ein Punkt jedoch dürfte für Gesprächsstoff sorgen: eine geplante Auflösung des Kiersper Tennisclubs.
Der Erste Vorsitzende des Schalke-04-Fanclubs Klaus Müller berichtete auf der Jahreshauptversammlung am Freitag, 17. März, er sei über eine geplante Auflösung des Kiersper Tennisclubs in Kenntnis gesetzt worden.
Mit dem Tennisclub teilen sich die Kerspe-Knappen ihre Liegenschaft „Am Stadion“, zu der auch das Clubheim gehört. Hinsichtlich möglicher Konsequenzen für die Zukunft der Gebäudenutzung mache sich Müller keine Sorgen, sondern sehe erstmal neue Chancen. Zunächst habe die Stadt Kierspe ein Vorkaufsrecht für den Anteil des Tennisclubs. Ob die Stadt auch eine Verpflichtung in dieser Richtung eingegangen hat, wurde nur angerissen. Deutliche Worte fand Müller allerdings für den Informationsfluss, denn der habe die Nachricht von der geplanten Auflösung per Textnachricht auf dem Handy erhalten: „Per WhatsApp finde ich das schon primitiv, hier hätte man doch besser das persönliche Gespräch gesucht“.
Müller: Außenanlage „Schandfleck für Kierspe“
Auch in einem anderen Kontext ging es um die Nutzung des Gebäudes, nämlich hinsichtlich des optischen Eindrucks der Außenanlagen: „Wenn ihr um die Hütte herumguckt, das sieht aus“, äußerte sich Müller frustriert. Er sehe hier eine „verrottete Anlage, die ein Schandfleck für Kierspe“ darstelle. Die Sanierung der Außenfassade solle bald in Angriff genommen werden. Angebote von Handwerkern würden inzwischen vorliegen. Um die Kosten von rund 30.000 Euro zu decken, wolle man nach Fördertöpfen Ausschau halten.
Diese Kosten sind ein heikler Punkt, denn hier wünscht sich Müller mehr Unterstützung für den eingetragenen Verein. Er sieht die Kerspe-Knappen „als regelmäßig benachteiligt an“, wenn es um Förderungen für den Erhalt von Sportstätten geht. Aus diesem Grund stehe für ihn auch ein Austritt aus dem Kiersper Stadtsportverband zur Debatte. Einer weiteren Mitgliedschaft der Kerspe-Knappen könne Müller nichts abgewinnen.
25 Jahre: Kerspe-Knappen planen Jubiläumsfeier 2024
Das Thema „Geld“ betrifft abseits etwaiger Unterhaltskosten auch die laufenden Vereinsaktivitäten. Weder Rück- noch Ausblick ergaben Unerwartetes. Knapp werde der bisherige Monatsbeitrag von drei Euro. Es sei angedacht, diesen mittelfristig auf fünf Euro zu erhöhen. Dies solle aber nicht vor dem 25-jährigen Vereinsjubiläum geschehen. Die Kerspe-Knappen wurden im Jahre 1999 gegründet, somit steht 2024 wieder ein Jubiläum an. Dazu wünscht sich der Vereinsvorstand Ideen und Wünsche. Der Termin steht bereits im Kalender, nämlich der 14. September 2024 – der Samstag, der auf das Gründungsdatum 10. September folgt. Angedacht sei eine Feier im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule. Die Kosten für die Jubiliäumsfeier sollen wie beim Zehnjährigen auch ohne Eintrittsgelder erwirtschaftet werden.

Kassenprüfer: „Gute Kassenlage“
Der Bericht des Kassenprüfers ergab bei der Jahreshauptversammlung eine wirtschaftlich solide Situation, der reguläre Vereinsbetrieb kommt mit den allgemeinen Kostensteigerungen noch gut klar. Auch wenn wichtige Posten wie die regelmäßigen Busfahrten zu Spielen des „Schalke 04“ teurer würden, allerdings im moderaten Rahmen: 705 Euro statt wie bisher 675 Euro.
Insgesamt berichtete der Vorstand der Kerspe-Knappen von einer „guten Kassenlage“. Dazu beigetragen hat auch die Zuwendung aus dem Blumenhaus Varnhorn (wir berichteten). Petra Schürmann und Heike Deuschle hatten anlässlich des 60-jährigen Bestehens ihres Blumenladens Spenden für Kiersper Vereine gesammelt, und dabei aufgrund ihrer Begeisterung für „Blau-Weiß“ auch die Kerspe-Knappen berücksichtigt.

Insgesamt scheinen die Kerspe-Knappen mit der Arbeit ihres Vorstandes sehr zufrieden zu sein. Besondere Wünsche und Anregungen wurden seitens der rund 30 Anwesenden nicht geäußert, und auch die Wahlen ergaben keinerlei personelle Veränderungen.









