Diesen Auftritt werden die Iserlohner Stadtmusikanten niemals vergessen. Die Marching-Band aus der Waldstadt war Teil der Steuben Parade in New York City. Diese feiert jedes Jahr am dritten Samstag im September das Erbe deutscher Einwanderer und die Freundschaft zwischen Deutschland und den USA. 

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„Wir haben uns fast zwei Jahre auf diese Reise vorbereitet. Sie ist bestens organisiert worden von Stefanie Baumeister“, lobt Paul Nowak, Vorsitzender des Fördervereins der Iserlohner Stadtmusikanten. Ihn erreichte diese Redaktion telefonisch im Marriott Marquis Hotel direkt am Time Square.

70 Musiker und 30 Familienangehörige

Vom Flughafen Frankfurt aus war die Iserlohner Reisegruppe, bestehend aus knapp 70 Musikerinnen und Musikern sowie 30 Familienangehörigen nach New York aufgebrochen. Am Samstag, 19. September, stand dann der große Umzug bei der Steuben Parade auf dem Programm. „Ich war schon ein wenig enttäuscht. Die hatte ich mir viel größer vorgestellt“, urteilt Paul Nowak. Ihm seien nur gut zehn Musikkapellen aufgefallen. Nowak: „Da sind ja bei unserem Schützenfest mehr.“

Namensgeber General Steuben

Am Umzug führte an der Fifth Avenue in Manhattan entlang. Mit dabei sind traditionell Trachtengruppen, Musikvereine, Spielmannszüge und Karnevalsgesellschaften aus den USA und weiteren Ländern. Benannt ist die Steuben Parade nach Friedrich Wilhelm von Steuben, einem preußischen Offizier, der im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg als General unter George Washington diente und die Kontinentalarmee reformierte.

Letmather Familie getroffen

Der Umzug auf der Fifth Avenue war aber nur einer der zahlreichen Höhepunkte der Iserlohner Stadtmusikanten im Big Apple. „Bei unseren eigenen Märschen auf dem Time Square haben uns die Zuschauer am Straßenrand zugejubelt“, freut sich Paul Nowak. Die Stadtmusikanten spielten unter anderem die Titelmusik an den Star Wars-Filmen. Und dann gab es da noch eine ganz besondere Überraschung: „In der jubelnden Menge stand auch eine Familie aus Letmathe. Die hatte in New York Zwischenstopp vor ihrer Kreuzfahrt in die Karibik gemacht. Wir haben uns herzlich umarmt.“

Berühmte Feuerwache besucht

Über den Time Square marschierten die Musiker morgens zur St. Patrick´s Cathedral New York und von dort ging es zum Rockefeller Center. Besonders in Erinnerung bleiben wird der Empfang am Rathaus und der Abstecher zur Feuerwache New York Hook and Ladder 8. Genau dort wurde der Film „Ghostbusters“ gedreht. Natürlich intonierten die Iserlohner Musikerinnen und Musiker vor Ort dessen Titelsong. Unvergessen bleiben wird auch der Blick über das beleuchtete New York und der Tripp mit der U-Bahn.

Dank an Förderverein und Unterstützer

Auf 70.000 Euro schätzt Fördervereins-Vorsitzender Paul Nowak die Kosten für die USA-Reise – 40.000 Euro davon für die Musikerinnen und Musiker haben der Förderverein und Unterstützer des Vereins übernommen. „Ihnen allen ein dickes Dankeschön“, so Nowak. Die Privatreisenden waren mit gut 2.000 Euro dabei. In den nächsten Tagen teilt sich die Iserlohner Reisegruppe. Paul Nowak: „Ein Teil fliegt direkt nach Hause, eine andere, zu der ich auch gehöre, besucht noch die Niagarafälle in Kanada. Am Donnerstag sind wir aber auch wieder daheim.“