Der 30. Juli 2013 ist in die Geschichte der Ebbegemeinde Herscheid, ihrer Feuerwehr und des Ortsteils Weiße Ahe eingegangen. Damals brannte bei einem riesigen Schadensfeuer die Entlackungsfirma KüMeSta ab – es folgte die Insolvenz, die erst in diesen Tagen zu Ende geführt werden kann.
Durch einen Kurzschluss in einer Maschine entsteht am 30. Juli 2013 binnen weniger Minuten ein Großbrand, der die komplette Werkhalle erfasst. Als um 10.40 Uhr Gemeindealarm für die komplette Herscheider Feuerwehr gegeben wird, schießen die Flammen bereits aus dem Dach heraus. Über der Weißen Ahe bildet sich eine dunkelgraue, schwere Rauchwolke, die der Wind in Richtung Hüinghausen treibt und die den Atem reizt.
Zur Löschwasserversorgung, zum Messen der Schadstoffexposition, werden Feuerwehren aus dem ganzen Südkreis alarmiert; in der Spitze sind 250 Feuerwehrleute vor Ort. Von der Werkhalle ist nichts mehr zu retten; der Brandrauch stellt sich als ätzend heraus, der auch die Löschfahrzeuge angreift. Die Plettenberger Drehleiter ist nach dem Einsatz nicht mehr brauchbar; sie muss ausgemustert und ersetzt werden. Kontaminiertes Löschwasser, das in den Ahebach gelaufen ist, tötet den Fischbestand.
Der Großbrand ist das Ende der Firma KüMeSta, die noch im gleichen Jahr Insolvenz anmeldet. Aus der Insolvenzmasse heraus gelingt es der Gemeinde Herscheid im April 2018, den größten Teil der Industriefläche zu ersteigern.
Das Insolvenzverfahren ist bis heute beim Amtsgericht Hagen anhängig. Am 6. Januar 2026 hat das Insolvenzgericht der Schlussverteilung zugestimmt. Den Forderungen der Gläubiger steht nur ein Bruchteil verteilbarer Masse gegenüber – gerade 2,5 Prozent der Forderungssumme kann nach Angaben des Gerichtes bedient werden. Die Durchführung des Schlusstermin wird vom Gericht im schriftlichen Verfahren im März 2026 stattfinden, ergibt sich aus der Bekanntmachung des Insolvenzgerichts.
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