Zu einem Informationsabend rund um das Thema Hitze hatte die Stadt Lüdenscheid am Mittwoch, 1. Juli, eingeladen — und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über gesundheitliche Auswirkungen zunehmender Hitzeperioden sowie geeignete Schutzmaßnahmen zu informieren.
Zum Auftakt machte Lea Schnippering vom Fachdienst Klima- und Umweltschutz deutlich, dass die Folgen des Klimawandels auch in Lüdenscheid spürbar seien. Die Durchschnittstemperaturen würden kontinuierlich steigen, gleichzeitig nähmen Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hitzewellen zu.
Gesundheitliche Risiken für verschiedene Personengruppen
Dr. Markus Bald, Klinikdirektor für Akut- und Notfallmedizin, erläuterte die Auswirkungen hoher Temperaturen auf den menschlichen Körper. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Schwangere. Zudem könne Hitze die Wirkung bestimmter Medikamente beeinflussen, weshalb eine ärztliche oder pharmazeutische Beratung empfohlen werde.
Fotogalerie
Auch für Säuglinge und Kleinkinder bestehe ein erhöhtes Risiko, wie Dr. Stefan Bernitzki hervorhob. Da diese ihren Flüssigkeitsbedarf noch nicht selbstständig regulieren könnten, seien ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Schutz vor direkter Sonne und regelmäßige Kontrolle der Körpertemperatur besonders wichtig.
Tipps für den Hitzeschutz im Wohnumfeld
Helge Pfingst von der Verbraucherzentrale stellte abschließend praktische Maßnahmen zum Schutz vor sommerlicher Überhitzung von Gebäuden vor. Dazu zählen unter anderem außenliegender Sonnenschutz, natürliche Verschattung durch Vegetation sowie das Lüften in den kühleren Morgen- und Abendstunden.








