„Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vorgeschlagene Industriestrompreis würde nur einem sehr kleinen Kreis ausgewählter Unternehmen zur Verfügung stehen. In der mittelständisch geprägten Industrieregion Südwestfalen würde ein Großteil der Unternehmen nicht von dem geplanten Industriestrompreis profitieren. Dies hätte gravierende Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands und gefährdet damit den Wirtschaftsstandort Südwestfalen. Entscheidend bei allen Vorschlägen muss das Ziel sein, das Energie-Angebot für die Wirtschaft zu erhöhen, um zukunftsfähig am Standort zu bleiben“, warnt Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK).
Der Vorschlag der DIHK für eine wettbewerbsfähige Stromversorgung umfasst stattdessen drei Kernforderungen. Zunächst sollte der Staat stromrelevante Steuern, Umlagen und Entgelte möglichst komplett übernehmen oder so stark wie möglich verringern, um vermeidbare Zusatzbelastungen zu reduzieren.
Durch die Einführung von Strompartnerschaften sollen Direktlieferverträge zwischen den Betreibern von Photovoltaik- und Windenergieanlagen und Unternehmen ermöglicht und der Bau neuer Anlagen gefördert werden. Für hochenergieintensive und im internationalen Wettbewerb stehende Betriebe sollte zudem zeitnah geprüft werden, ob ergänzende Maßnahmen zielgerichtet und beihilferechtskonform helfen könnten, sollten die weiteren Maßnahmen nicht ausreichen.
„Unser Vorschlag schafft einen sofortigen Investitionsanreiz, beschleunigt den Ausbau der erneuerbaren Energien außerhalb der EEG-Förderung und bietet den Unternehmen langfristige Planungssicherheit“, lobt Stoffels das Konzept der Strompartnerschaft. Gleichzeitig wird der Staatshaushalt deutlich weniger belastet als durch den geplanten Industriestrompreis, wie aktuelle Berechnungen aufzeigen.
Die DIHK stellt das Konzept der Strompartnerschaft am 12. Juli um 15 Uhr in einem Webinar vor. Weitere Informationen und Anmeldung gibt es hier.









