Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd fordert für die rund 3530 Beschäftigten in der Gebäudereinigung im Märkischen Kreis zwei Euro mehr Lohn pro Stunde. Der Stundenlohn würde damit auf 17 Euro steigen. Die Arbeitgeber hätten bislang jedoch kein ausreichendes Angebot vorgelegt, kritisiert Friedhelm Kreft, Vorsitzender der IG BAU Westfalen Mitte-Süd.

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Gewerkschaft warnt vor Personalmangel

Nach Angaben der Gewerkschaft stellen die Arbeitgeber lediglich eine Erhöhung um 1,8 Prozent ab Mai 2027 in Aussicht. Das entspräche 27 Cent mehr pro Stunde. „Das ist eine Farce. Denn das reicht nicht einmal, um die Inflation aufzufangen“, so Friedhelm Kreft und warnt davor, dass Beschäftigte angesichts geringer Lohnsteigerungen in andere Branchen wechseln könnten. Schon jetzt sei das Personal in der Gebäudereinigung knapp. Im Märkischen Kreis gibt es laut IG BAU insgesamt 57 Gebäudereinigungsunternehmen.

Der Gewerkschaftsvorsitzende verweist zudem auf den gesetzlichen Mindestlohn, der ab Januar 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde steigen soll. Der aktuelle Stundenlohn für Reinigungskräfte liege mit 15 Euro nur knapp darüber. Angesichts der körperlich anstrengenden Arbeit müsse sich der Beruf finanziell stärker lohnen, fordert Kreft.

Entscheidung in der nächsten Tarifrunde

Am Dienstag, 3. November, treffen sich die IG BAU und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks zur dritten und entscheidenden Tarifverhandlungsrunde.