Die LWL-Klinik Hemer bündelt zwei Therapieangebote an einem Standort: Neurofeedback und kognitives Training finden künftig in einem neuen Kognitionszentrum im Untergeschoss der Hans-Prinzhorn-Klinik statt. Zuvor nutzten die Therapeutinnen dafür Räume in den Arbeitswerkhallen der Zentralen Ergotherapie.

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Gedächtnis und Aufmerksamkeit trainieren

Schmetterlinge flattern über grüne Wiesen, auf dem Bildschirm erscheinen Symbolreihen mit versteckten Zahlen: In der LWL-Klinik Hemer lernen Patientinnen und Patienten anhand digitaler Übungen ihre Gehirnaktivität bewusst zu beeinflussen. Die Ergotherapeutinnen Christin John und Christiane Rentrop zeigten bei der Einweihung, wie sich damit eine Animation auf dem Bildschirm steuern lässt. Die Neurofeedback-Methode soll die Fähigkeit zur Selbstregulation stärken. Sie kommt unter anderem bei ADHS, Angststörungen und chronischen Schmerzen zum Einsatz oder wird zum Erhalt der Konzentrationsfähigkeit eingesetzt.

Das Kognitive Training richtet sich auf geistige Fähigkeiten wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Rechnen und Konzentration. Die Übungen funktionieren spielerisch am Computer, aber auch klassisch mit Papier und Bleistift. Eine Aufgabe besteht beispielsweise darin, bestimmte Zahlen in langen Symbolreihen zu finden. Diese Therapieform richtet sich unter anderem an Menschen mit Depressionen, Traumafolgen oder Demenz. Ergotherapeutin Ina Kleinert nutzt die Übungen zudem zur allgemeinen Aktivierung.

Die Ergotherapeutin Ina Kleinert zeigt das Kognitionstraining am Computer.
Foto: LWL | Michaela Rensing

Bei der Einweihung informierten sich auch der Ärztliche Direktor Dr. Patrick Debbelt und mehrere Chefärztinnen und Chefärzte über die neuen Räume. Chefärztin Dr. Naciye Hantelmann-Geyhan testete das Neurofeedback selbst. Die Therapeutinnen begrüßen vor allem die ruhigere Umgebung und den zentralen Standort auf dem Klinikgelände.