Angesichts zunehmender Sommerhitze lädt die Stadt Lüdenscheid für Mittwoch, 1. Juli, zum ersten Mal zu einem Hitzeaktionstag ein. Mit Informationsangeboten auf dem Sternplatz sowie Fachvorträgen im Rathaus informiert die Stadt Bürger über die gesundheitlichen und praktischen Folgen hoher Temperaturen.

Überregionale Nachrichten

„Wir möchten die Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider dafür sensibilisieren, dass Hitze gesundheitliche Auswirkungen haben kann“, erklärt Lea Schnippering vom Fachdienst Klima- und Umweltschutz. Besonders ältere Menschen, Säuglinge, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen seien gefährdet.

Informationen und Beratung auf dem Sternplatz

Von 10 bis 14 Uhr stehen auf dem Sternplatz verschiedene Ansprechpartner für Fragen rund um den Hitzeschutz bereit. Besucher können sich über gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen informieren, praktische Tipps für heiße Tage erhalten und sich auch zum Schutz von Gebäuden beraten lassen. Dabei spielen Themen wie Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Anpassung von Wohngebäuden an steigende Temperaturen eine Rolle. Darüber hinaus werden Trinkwasserangebote, Sonnenschutzmöglichkeiten und weitere Maßnahmen vorgestellt, die den Alltag während Hitzeperioden erleichtern können.

Auch Brandprävention ist Thema

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Waldbrandprävention. Die Feuerwehr sowie der Verein "Fire" informieren über Risiken durch anhaltende Trockenheit. „Hitze bedeutet auch immer eine erhöhte Waldbrandgefahr“, erklärt Jörg Weber, Abteilungsleiter vorbeugender Brandschutz der Feuerwehr Lüdenscheid. Durch Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung hofft die Feuerwehr, das Risiko von Bränden in der Region zu verringern.

Expertenvorträge im Rathaus

Ab 17 Uhr setzt sich das Programm im Jürgen-Dietrich-Forum des Rathauses fort. Dort stehen Fachvorträge und Gespräche rund um die Auswirkungen des Klimawandels und den Umgang mit Hitze auf dem Programm.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den gesundheitlichen Folgen hoher Temperaturen. Dr. Markus Bald, Klinikdirektor für Akut- und Notfallmedizin, wird erläutern, welche Auswirkungen Sommerhitze auf Körper, Gehirn und die Wirkung von Medikamenten haben kann. Gerade ältere Menschen und Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten während Hitzeperioden besondere Vorsicht walten lassen.

Dr. Stefan Bernitzki, Klinikdirektor für Kinder und Jugendliche, widmet sich dagegen den besonderen Risiken für Säuglinge und Kinder. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie Eltern ihre Kinder wirksam vor den Folgen extremer Temperaturen schützen können.

Gebäude fit für die Zukunft machen

Ebenfalls vertreten ist Energieberater Helge Pfingst von der Verbraucherzentrale NRW. Er informiert sowohl am Informationsstand als auch in einem Fachvortrag über Möglichkeiten, Wohngebäude besser gegen Hitze zu schützen. „Am Ende sollten die Menschen gut informiert sein und wissen, wie sie ihr Haus für zukünftige Hitzeperioden fit machen können“, sagt Pfingst.

Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit den Referenten. Besucher können individuelle Fragen stellen und sich direkt von Fachleuten beraten lassen.

Mit dem Hitzeaktionstag möchten die Veranstalter nicht nur über Risiken informieren, sondern auch konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenlos.