Im heimischen Raum hat sich das Herscheider Freibad einen Ruf als "Perle der Bäderlandschaft" erarbeitet. Der Lohn sind steigende Nutzerzahlen und eine bemerkenswerte Zahl: Bei den Einzeltickets kommt jeder dritte Gast aus Plettenberg — das ist Spitze im Vergleich mit den Gastzahlen anderer Orte. Die Sitzung des Sportausschusses am Dienstag, 17. Februar, ließ insofern aufhorchen.
Bauamtsleiterin Sandra Schöttler stellte die Zahlen aus dem vergangenen Jahr vor, das sowohl kaufmännisch als auch hinsichtlich der Nutzerzahlen erfolgreich abschloss. Im Vergleich zu 2023 kletterten die Nutzerzahlen jährlich um rund 2500 Badegäste; 2025 zählte das Bad 41.000 Badende jeden Alters. Die Einnahmen stiegen (auch nach einer moderaten Preisanpassung in 2024) von 85.000 Euro auf 126.000 Euro.
Beim Verkauf der Einzelkarten fällt auf, wie sehr das Herscheider Bad mit seinem Geheimtipp-Image ins Umland ausstrahlt. Offenbar hat sich eine Art von Arbeitsteilung zwischen den Bädern herauskristallisiert: Das Finnentroper Finto als klassisches Hallenbad, das Plettenberger AquaMagis als Spaß- und Erlebnisbad, das Bad am Lüdenscheider Nattenberg als Stadtbad — und das Herscheider Freibad als grüne Oase für die ganze Familie.
Bei den Einzeltickets kommen 32 Prozent der Gäste aus Plettenberg, jeweils 19 Prozent aus Lüdenscheid und Herscheid, sieben Prozent aus Attendorn, sechs Prozent aus Werdohl, drei Prozent aus Valbert und Meinerhagen sowie 14 Prozent aus sonstigen Orten. Berücksichtige man indes die Zahlen von Jahres- und Dauerkarteninhabern, so sähen die bereinigten Zahlen zugunsten der Herscheider Badbenutzer anders aus, ergänzte Bürgermeister Uwe Schmalenbach. Dennoch bleibt der Befund richtig: Das Herscheider Freibad besitzt Strahlkraft.
In diesem Jahr wird das Bad voraussichtlich am 1. Mai bei unveränderten Preisen öffnen, hieß es im Sportausschuss. „Technik und Mitarbeiter stehen und wir arbeiten auf diesen Tag hin.“









