Die positive Nachricht verkündete sie vorab: Das laufende Jahr 2023 verliefe Stand jetzt soweit nach Plan. Bei den Steuereinnahmen seien keine Unregelmäßigkeiten festzustellen und auch das Sommerloch, das sich in den vergangenen Jahren gezeigt habe, sei in diesem Jahr ausgeblieben.
Im Hinblick auf die Ausgaben aus laufender Verwaltungstätigkeit seien bisher rund 10 Milionen Euro von geplanten 17 Millionen ausgegeben worden. Bei den Investitionen seien bisher erst etwa 50 Prozent ausgegeben worden. Aufgrund der derzeit laufenden Baumaßnahmen (z. B. der 3. Bauabschnitt des Bildungszentrums Rahlenberg) sei davon auszugehen, dass sich diese Zahlen bis Jahresende noch erhöhen werden. Plate-Ernst erklärte darüber hinaus, dass aktuell ein Liquiditätsdefizit von ca. 5,4 Millionen Euro bestehe.
Insgesamt entwickelt sich der Haushalt laut Kämmerin planmäßig. Der Ausblick auf das Jahr 2024 fällt allerdings nicht gut aus: Der Krieg habe weiterhin Einfluss auf die Finanzentwicklung der Gemeinde. Hinzu kommen geplante Gesetze, z. B. das Wachstumschancengesetz, die mit Mindereinnahmen für Kommunen verbunden sind. Außerdem sei von höheren finanziellen Belastungen auszugehen.
Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst hat 2024 höhere Lohnzahlungen zur Folge. Außerdem müsse die Gemeinde voraussichtlich noch einmal Geld für den Breitbandausbau in die Hand nehmen, der laut Plate-Ernst „zwingend erforderlich“ sei. Neben steigenden Energiekosten würden sich auch die Aufwendungen sowohl für die allgemeine als auch die differenzierte Kreisumlage deutlich erhöhen. Ein weiterer Schlag für die Gemeindekasse und eine „große Belastung“, so Sabine Plate-Ernst.









