84 Teilnehmer, 2007 gelaufene Runden und rund 34.000 Euro für die Sanierung der Flankentürmchen der Christuskirche: Die Evangelische Kirchengemeinde Plettenberg zieht eine positive Bilanz ihres Sponsorenlaufs vom 11. Juli. Nach Angaben der Gemeinde stieg der Spendenstand durch die Veranstaltung von 11.950 auf 45.950 Euro.
Die Idee zu dem Sponsorenlauf war wenige Monate zuvor von Bürgermeister und Schirmherr Ralf Beßler angestoßen worden. Vier Teams kümmerten sich um Organisation, Lauf, weitere Angebote und Bewirtung. Unterstützt wurden sie von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern.
Rund um die Christuskirche entstand dabei nicht nur ein Sponsorenlauf, sondern ein Fest für die ganze Stadt. Die katholische Nachbargemeinde sowie mehr als zehn Vereine und Organisationen beteiligten sich. Angeboten wurden unter anderem Kaffee und Kuchen, Grillgerichte, Softeis, Kreativangebote und eine Hüpfburg. Nach Angaben der Kirchengemeinde spendeten die beteiligten Vereine außerdem einen Teil ihrer Erlöse für die Sanierung der Türmchen.
Mit dem Bauaufzug hinauf zu den Türmchen
Eine Gelegenheit, die es so schnell wohl nicht wieder geben wird, bot sich den Besuchern am Baugerüst der Christuskirche. Gegen eine Spende konnten sie gemeinsam mit Dombaumeister Gunther Rohrberg im Bauaufzug bis auf die oberste Gerüstebene fahren. Dort ließen sich die Flankentürmchen aus nächster Nähe betrachten – verbunden mit einem weiten Blick über Plettenberg.
Auch ein Chorauftritt am Nachmittag gehörte zum Programm. Die Kirchengemeinde berichtet, dass sich anschließend mehrere Frauen gemeldet hätten, die künftig im Kirchenchor mitsingen möchten.
Die Rückmeldungen zum Fest seien insgesamt sehr positiv gewesen. Immer wieder sei dabei das Gemeinschaftsgefühl hervorgehoben worden. Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Kulturen sowie mit und ohne Konfession hätten sich an diesem Tag rund um die Christuskirche getroffen.
Unterstützung als Dank für erfahrene Hilfe
Zu den Helferinnen gehörte Diana Glowotz. Sie hatte Anfang des Jahres selbst Unterstützung aus Plettenberg erfahren, als Spenden für einen Assistenzhund für ihren Sohn gesammelt wurden. Nachdem das damalige Spendenziel schnell erreicht worden war, sei über Ralf Beßler schließlich auch die Idee für den Kirchturmlauf entstanden.
Für Glowotz war die Mitarbeit deshalb auch eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben. Über eine Arbeitskollegin kam sie zu einem Organisationstreffen und schließlich ins Laufbüro. „Die Atmosphäre am Lauftag war phantastisch! Wir haben richtig mitgefiebert – vor allem mit den Lauf-Ultras, die so unglaublich viele Runden geschafft haben“, blickt sie zurück.
Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr die Gemeinschaft: „Es ist einfach mega, so eine Wertschätzung zu erfahren! Dieser aufregende Tag und eure tolle Gemeinschaft werden mir auf jeden Fall in wunderbarer Erinnerung bleiben.“
Spendenstand steigt auf 45.950 Euro
Auch finanziell machte sich der Einsatz bemerkbar. Anfang Juli hatte die Spendenskala für die Sanierung noch bei 11.950 Euro gestanden. Nach dem Sponsorenlauf waren es nach Angaben der Kirchengemeinde 45.950 Euro – ein Plus von rund 34.000 Euro.
Damit ist das gesamte Spendenziel allerdings noch nicht erreicht. 34.050 Euro fehlen demnach weiterhin. Die rund 800 Jahre alten Flankentürmchen sind inzwischen dennoch fertig restauriert. Das Gerüst soll in Kürze vollständig abgebaut werden.
Aus dem erfolgreichen Aktionstag könnte zudem etwas Dauerhaftes entstehen. In der Kirchengemeinde gibt es Überlegungen, den Kirchplatz künftig häufiger für offene Veranstaltungen zu nutzen. Diese müssten nicht den Umfang des Sponsorenlaufs haben. Die Erfahrungen vom 11. Juli hätten aber gezeigt, dass der Platz als Treffpunkt für die Stadt funktionieren kann.
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