Julia Brockhaus und Michael Lücker von der Verbraucherzentrale in Lüdenscheid besuchten die Grundschule Rahlenberg und nahmen die Kinder der 4. Klassen mit auf eine Klimaexpedition. Die beiden Umweltberater sind mit dem Projekt Klimaexpedition MK im Kreisgebiet unterwegs. Herscheids Klimaschutzbeauftragter Simon Mai holte die Expedition zum Rahlenberg.
„Wir machen die Klimaexpedition MK, wir behandeln den Klimawandel, den wir kindgerecht vermitteln, mit Filmausschnitten, chemischen Versuchen und Bildkarten“, erklärt Michael Lücker das Angebot. „Die Kinder können den Klimawandel so besser nachvollziehen und auch selbst schildern, welche Erfahrungen sie schon mit dem Klimawandel gemacht haben.“ Dabei sei das Starkregen- und Hochwasserereignis aus dem Jahr 2021 bei den Kindern sehr präsent. Und auch dass sie im Winter nur selten Schlitten fahren können, ist den Herscheider Kindern aufgefallen.
Auf dem Programm stand unter anderem das chemische Experiment mit einer „Ersatzerde“. In einem Glaszylinder ist auf dem Boden ein Bild der Erde angebracht. Dort befindet sich auch ein Temperaturfühler und über allem eine Schreibtischlampe, die als Sonne dient. Mit Hilfe von Essig und Backpulver – was zur Freude der Kinder ordentlich reagiert und aufschäumt – wird CO2 erzeugt. Das Gas wird in einem Ballon aufgefangen und dann in den Glaszylinder der Ersatzerde gefüllt. Der Beweis, dass das Gas darin ist, wird mit einem Teelicht erbracht, denn das wird vom Gas gelöscht. Dann folgt der Blick auf die Temperatur über der Ersatzerde. Und tatsächlich: Waren es anfangs noch 19,6 Grad, steigt das Thermometer letztendlich auf über 25 Grad Celsius. Der Treibhauseffekt als einer der Hauptgründe des Klimawandels einfach erklärt.
Fotogalerie:









Nach einem altersgerechten Film über den Klimawandel ging es mit einer Traumreise weiter. Die Kinder stellten sich auf nachgebildete Eisschollen und sich vor, Eisbären zu sein. Die Sonne steigt, es wird immer wärmer, die Schollen schmelzen dahin. „Die Kinder können am eigenen Leib nachvollziehen, wie die Eisbären leben müssen. Immer weniger Lebensraum, immer weniger Eis steht zur Verfügung“, sagt Michael Lücker.
Dass jeder etwas dazu beitragen kann, den Klimawandel abzubremsen, vermittelten Julia Brockhaus und Michael Lücker den Kindern mit einfachen Merksätzen. Ladekabel nicht ungenutzt am Strom lassen, das Licht in ungenutzten Räumen stets ausschalten, beim Verpacken von Lebensmitteln auf Alufolie verzichten – so kann man sich zu Hause klimafreundlich verhalten. Die Schüler trugen schnell weitere Vorschläge zusammen: die Heizung eine Stufe runterdrehen, mit dem Fahrrad zur Schule fahren…
Zum Abschluss erhielten die Kinder ein Schreibheft aus Recyclingpapier – auch das ist ein Beitrag zum Klimaschutz.









