Der Schweinezuchtbetrieb in Halver-Hohenplanken, der im vergangenen Jahr wegen Tierschutzverstößen in die Kritik geraten war, hat seinen Tierbestand reduziert. Das geht aus einer Mitteilung des Landrates für die kommende Sitzung des Kreistages am Donnerstag, 19. März hervor.

Demnach wurde der Betrieb seit November des vergangenen Jahres insgesamt dreimal durch das Kreisveterinäramt kontrolliert – im November und Dezember sowie im Februar 2026. In diesem Zeitraum sei der Tierbestand deutlich verringert worden. Neue oder wiederholte Verstöße gegen die im Oktober erlassene Ordnungsverfügung seien laut Kreisverwaltung bislang nicht festgestellt worden.

Der Betrieb unterliegt weiterhin der höchsten Risikostufe. Diese sieht grundsätzlich Kontrollen innerhalb eines Intervalls von drei Jahren vor. Derzeit erfolgen die Überprüfungen jedoch deutlich häufiger: Für das laufende Jahr sind laut Mitteilung Kontrollen im Abstand von maximal drei bis vier Monaten vorgesehen.

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen begrüßt diese Entwicklung. Fraktionsvorsitzende Marjan Eggers erklärte, man sehe es positiv, dass das Kreisveterinäramt auch die Kontrollberichte der betreuenden Tierarztpraxis einsehen wolle. Nach Angaben des Betriebes überprüfe diese die Anlage ein- bis zweimal im Monat.

Zugleich verweisen die Grünen auf den aus ihrer Sicht bestehenden Personalbedarf im Veterinäramt. Eine bessere personelle Ausstattung könne helfen, tierschutzrechtliche Verstöße konsequenter zu verfolgen. Co-Fraktionsvorsitzender Paolino Barone räumte jedoch ein, dass der aktuelle Kreishaushalt zusätzliche Stellen derzeit nicht zulasse.

Die Grünen hatten bereits in der Kreistagssitzung im Dezember 2025 einen Bericht über den aktuellen Sachstand zu dem Betrieb beantragt. Dieser soll nun in der Sitzung am Donnerstag, 19. März vorgestellt werden.