Die Kameraden des Löschzuges 2 Oberrahmede der Feuerwehr Lüdenscheid und der Löschgruppe Dahlerbrück der Feuerwehr Schalksmühlewurden am Freitag, 14. Juli, im Rahmen einer gemeinsamen Übung zum Seniorenpark Reeswinkel alarmiert.
Da die Brandmeldeanlage des auf Schalksmühler Gemeindegebiet stehenden Gebäudes ausgelöst hatte, rief das die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auf den Plan. Bei der Erkundung durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte aus Schalksmühle und Lüdenscheid war das zentrale Treppenhaus eines Gebäudes bis ins oberste Stockwerk verraucht, sodass das Alarmstichwort sofort erhöht und weitere Kräfte nachgefordert wurden.
Als besondere Herausforderungen für die Feuerwehren galten die verschachtelte Bauweise des Gebäudes sowie die hohe Unsicherheit über die Anzahl der Vermissten – immerhin leben im Seniorenpark Reeswinkel über 70 Personen.
Die Rahmenbedingungen der Übung wurden im Vorfeld gemeinsam ausgearbeitet: Vier Statisten und zwei Übungspuppen wurden im Gebäude platziert. Mit Blitzlampen und Nebelmaschine wurde der Brandherd – ein Feuer im Wäscheraum des Erdgeschosses – simuliert. Im Fokus der realistisch angelegten Übung: die Menschenrettung.
Es dauerte keine 10 Minuten, bis die ersten Personen gefunden, aus dem verrauchten Gebäude geborgen und an den Rettungsdienst übergeben werden konnten. Parallel zur Menschenrettung erfolgte durch weitere Einsatzkräfte beider Feuerwehren die Brandbekämpfung – zunächst gespeist aus den wasserführenden Einsatzfahrzeugen. Ergänzend dazu bauten weitere Kameraden die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz auf. Die gesamte Übung dauerte mehr als zwei Stunden.
In einer anschließenden Nachbesprechung wurde das Einsatzgeschehen detailliert aufgerollt und aus Sicht aller beteiligten Einsatzkräfte ausführlich besprochen. „Die Zusammenarbeit beider Feuerwehren hat gut geklappt“, waren sich die Einheitsführer aus Dahlerbrück und Oberrahmede einig.
„Uns war wichtig, dass sich beide Feuerwehren noch besser kennenlernen, um bei möglichen gemeinsamen Einsätzen schnell und effizient zusammenarbeiten zu können. ‚Feuerwehr‘ können wir natürlich alle. Dennoch bringen beide Einheiten eine unterschiedliche Ausrüstung und teilweise auch eine individuelle Vorgehensweise mit, so etwa bei der Kommunikation beim Einsatzstellenfunk oder auch beim Umgang und der Überwachung der eingesetzten Atemschutzgeräteträger. Da ist es natürlich gut und von besonderem Vorteil, wenn man sich als benachbarte Einheiten gut kennt und weiß, auf welche Dinge bei der Zusammenarbeit noch einmal ganz besonders geachtet werden sollte“, erklärte Maik Möritz vom Lüdenscheider Löschzug Oberrahmede.
Die Löscheinheiten sprachen dem gesamten Team vom Seniorenpark Reeswinkel einen besonderen Dank aus. Der Grund: sie hätten „die interessante Übung überhaupt erst möglich“ gemacht und außerdem die Beteiligten nach Übungsende mit einem „lieben Imbiss“ überrascht.
Nach dem Rückbau aller Gerätschaften trafen sich die Männer und Frauen beider Feuerwehren noch am Gerätehaus in Dahlerbrück, um eine Weile zusammenzusitzen und das Geschehene Revue passieren zu lassen. Alle waren sich einig, dass die gemeinsame Übung für die Einsatzpraxis sehr hilfreich gewesen sei – und ganz nebenbei auch viel Spaß gemacht habe.
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