Der Einsatz von Mährobotern hat in den vergangenen Jahren in privaten Gärten deutlich zugenommen. Aus Gründen des Artenschutzes empfiehlt Jacqueline Gerth von der Stadt Kierspe jedoch, die Geräte nicht während der Nachtstunden zu betreiben.
Erhebliches Verletzungsrisiko
Gerth erklärt: "Igel sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktive Wildtiere und leisten als natürliche Schädlingsvertilger einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht. Befinden sich Mähroboter während ihrer Aktivitätszeiten im Einsatz, besteht für die Tiere ein erhebliches Verletzungsrisiko." Komme es zu einem Kontakt mit den rotierenden Messern, können schwere bis tödliche Verletzungen die Folge sein. "Das für Igel typische Einrollen bei Gefahr bietet gegenüber Mährobotern keinen ausreichenden Schutz."
Auch Mähroboter, die mit einer Hindernis- oder Igelerkennung ausgestattet sind, würden keinen vollständigen Schutz vor Unfällen gewährleisten. Ein Restrisiko bleibe weiterhin bestehen.
Mähroboter nur tagsüber einsetzen
Zum Schutz der heimischen Igelpopulation rät das Team der Stadt Kierspe, Mähroboter ausschließlich während der Tagesstunden einzusetzen. Mit dieser einfachen Maßnahme könne das Verletzungsrisiko für die Tiere deutlich reduziert werden, ohne dass auf eine regelmäßige Rasenpflege verzichtet werden muss.
Grüne fordern Nachtfahrverbot
Der Empfehlung vorangegangen war ein Antrag der Grünen-Fraktion in der vergangenen Ratssitzung. Die Bündnisgrünen hatten gefordert, dass zum Schutz der Tiere ein Allgemeinverfügung erlassen wird, die den nächtlichen Einsatz von Mährobotern komplett verbietet. Der Rat sprach sich jedoch mit deutlicher Mehrheit gegen eine Allgemeinverfügung aus. Stattdessen entschieden die Politiker, dass die Verwaltung eine Informationskampagne zu nachtaktiven Tieren veröffentlichen soll.









