Die Zahl der Menschen, die in Nordrhein-Westfalen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, ist deutlich gesunken. Ende 2025 erhielten nach Angaben des Statistischen Landesamts 70.540 Personen sogenannte Regelleistungen zur Deckung ihres täglichen Bedarfs. Damit erreicht die Zahl den niedrigsten Stand seit 2013. Im Vergleich zum Vorjahr ging sie um 18.015 Personen zurück, was einem Rückgang von rund 20 Prozent entspricht.

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Weniger Menschen in Landesaufnahmeeinrichtungen

Ein Großteil der Leistungsberechtigten kommt zunächst in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes unter. Dort erhalten sie Grundleistungen, häufig in Form von Sachleistungen. Ende 2025 lebten 11.975 Menschen in diesen Einrichtungen. Die Zahl sank damit innerhalb eines Jahres um 46 Prozent.

Nach der Erstaufnahme verteilt das Land die Menschen auf die Kommunen. Ende 2025 lebten 58.565 Leistungsberechtigte in Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Das entspricht einem Rückgang von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Unterschiedliche Leistungsarten in den Kommunen

Von den kommunal zugewiesenen Personen erhielten 36.740 Menschen Grundleistungen nach § 3 des Asylbewerberleistungsgesetzes. Weitere 21.825 Personen bekamen sogenannte Analogleistungen nach § 2. Diese orientieren sich an der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Sozialgesetzbuch XII und greifen in der Regel nach einem Aufenthalt von 36 Monaten.

Häufigste Herkunftsländer

Mehr als die Hälfte der Leistungsbeziehenden stammt aus fünf Ländern. Am häufigsten kommen die Menschen aus Syrien, der Türkei, dem Irak, Afghanistan und dem Iran. Zusammen stellen diese Gruppen 53 Prozent aller Empfängerinnen und Empfänger.

Viele junge Menschen empfangen Leistungen

Gut ein Drittel (34 Prozent) der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbLG war minderjährig. Weitere 14 Prozent befinden sich im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Die Altersgruppe zwischen 25 und 64 Jahren stellt mit 50 Prozent etwa die Hälfte aller Betroffenen. Menschen über 65 Jahre machen lediglich zwei Prozent aus.

Mit 59 Prozent waren Ende 2025 knapp drei Fünftel der Personen mit Leistungsbezug männlich.