Das Projekt „FreiDay“ hat das Ziel, Schüler über einen längeren Zeitraum dazu anzuregen, über Zukunftsfragen nachzudenken. Dabei wurden die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen als Basis verwendet, darunter Ziele wie „Keine Armut“, „Kein Hunger“ und „Geschlechtergleichheit“. Am Mittwochmorgen, 14. Juni, präsentierten die Schüler der verschiedenen Jahrgänge ihre seit Jahresbeginn erarbeiteten Projekte.
Windrad als Lösung gegen leeren Handy-Akku
Leerer Handy-Akku in der Natur? Felix aus dem siebten Jahrgang hat eine kreative und nachhaltige Lösung gefunden: Im Rahmen des „FreiDay“ hat er gemeinsam mit seiner Freundesgruppe ein Windrad aus Holz, Röhren und Kabeln erschaffen. Durch die Kraft des Windes wird Strom erzeugt, der erfolgreich dazu genutzt werden kann, um den leeren Handy-Akku aufzuladen.
„Es lädt zwar langsam, aber es funktioniert“, erzählt der Siebtklässler stolz. Knapp zehn Wochen arbeitete er an diesem Projekt, das er am Mittwoch final den Primusschülern und Lehrern bei einem Museumsgang auf dem Schulhof vorstellen konnte.

Mit großer Begeisterung wurde auch ein Rennwagen bewundert, der alles andere als gewöhnlich war. Denn alle Teile dieses Fahrzeugs wurden aus dem Sperrmüll entnommen und selbstständig von den Primusschülern zusammengebaut.
Ihnen gelang es, den Wagen innerhalb von nur fünf Tagen komplett aufzubauen.

Aus Müll etwas neues erschaffen
Binden und Tampons auf Mädchentoiletten anbieten – eine Idee, die bisher auf der Primusschule gescheitert ist. „Die Schüler haben zu viel Blödsinn damit angestellt“, erklärt Laura aus der Klasse Kopenhagen. Alle Hoffnungen sind aber noch nicht verloren: Für den „FreiDay“ wagten sie und ihre Gruppe einen Neustart, um allen Mädchen kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung zu stellen.
Zudem plant die Gruppe eine besondere Aktion, wie Laura verrät: „Wir möchten Klamotten, die wir nicht mehr tragen, bei einer Spendenaktion abgeben und den Erlös an ein Frauenhaus spenden“.


Hanna und Leonie zeigten, wie man Müll in etwas Neues umwandeln kann. „Upcycling“ nannte sich ihr Vorhaben, mit dem sie aus einer alten Kabeltrommel einen stylischen und modernen Bücherstand herstellten – durch Schleifen und Farbe verliehen sie ihm einen neuen Look. „Es hat sich definitiv gelohnt. So ein Projekt würde ich auch nochmal privat anfangen“, erklärt Hanna.
Schüler engagieren sich für ukrainische Kinder
„Wir möchten den Kindern in der Ukraine helfen, durch die schwierigen Zeiten zu kommen“, erklärt Joleen ihr FreiDay-Projekt. Zusammen mit den Ukrainern aus der Primusschule und vielen weiteren Schülern schrieben sie persönliche Briefe mit selbst gemalten Karten, die Kinder in einem Waisenhaus erreichen sollen – und die Aktion war ein voller Erfolg: Mehr als 100 Briefe konnten gesammelt werden.











