Lüdenscheid. Ein Lüdenscheider Firmengründer ist auf Handelsregister-Betrüger hereingefallen. Nach der Eintragung im Iserlohner Handelsregister bezahlte er zwei Rechnungen. Dass das Amtsgericht angeblich Auslandskonten unterhält, erweckte nicht das Misstrauen des Unternehmers, teilt die Polizei mit.
Allerdings fiel die zweite Überweisung bei der Bank auf, die den Transfer stoppte. Die richtige Rechnung der Justiz – die im Übrigen deutlich geringer ausfiel – kam erst Wochen später. Der Geschäftsführer erstattete Anzeige wegen Betrugs bei der Polizei. Die warnt nun vor der Betrugsmasche.
Die Täter nutzten demnach die Unerfahrenheit von Firmengründern. Kurze Zeit nach dem Eintrag im Handelsregister flattern ihnen täuschend echte Rechnungen ins Haus. Wenn Routine, Erfahrung und obendrein die Zeit fehlen, lassen sich Jung-Unternehmer schnell dazu verleiten, ohne Prüfung zu bezahlen – zumal die Betrüger oft ein sehr kurzes Zahlungsziel angeben. Misstrauisch machen sollten private Mailadressen im Anschreiben oder Auslands-Kontoverbindungen. Im Zweifel empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Gericht oder einem Notar, so die Polizei.









